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Gmundner VP schafft dank "Krapf-Effekt" sensationelle Wende und erreicht die „Absolute“

Hans Promberger, 29.09.2015 14:18

GMUNDEN. Die Gemeinderatswahlen brachten teilweise unerwartete Ergebnisse. Jenes in der Bezirkshauptstadt gehört sicher dazu. Die ÖVP in Gmunden nutzte den „Krapf“-Effekt und konnte völlig überraschend ihre absolute Mehrheit noch um zwei Prozentpunkte ausbauen.

Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf durfte zahlreichen Gratulationen zum überraschenden Wahlerfolg entgegennehmen. Foto: Kurt Renner

Totgesagte leben länger. Nach „Lacus felix“-Desaster und Straßenbahn-Diskussionen rechnete man in Gmunden mit dem Verlust der absoluten ÖVP-Mehrheit. Doch der Bürgermeisterwechsel im Vorjahr durch Stefan Krapf zeigte Früchte. Seine Kampgne für einen Neuanfang goutierte die Mehrheit der Wähler. Dank „Krapf-Effekt“ legten die „Schwarzen“ nochmals zwei Prozentpunkte zu.

Der sensationelle Sieg hinterlässt ratlose Herausforderer. Die neue FPÖ-Vizebürgermeisterin Beate Enzmann konnte sich über Platz 2 (14,6 Prozent) bei der Gemeinderatswahl nur bedingt freuen: „Für mich ist das unerklärlich. Die Gmundner schimpfen, wollen aber dann doch anscheinend eine ÖVP-Regierung.“ Man werde auf eine strenge Kon-trolle setzen. Enzmann hofft auf den von der ÖVP versprochenen Willen zur Zusammenarbeit, man habe aber dafür noch keine Beweise. Mit dem schlechtesten Ergebnis im Bezirk stürzte die SPÖ auf 12,7 Prozent und Platz 3 ab. Auch SP-Chef Christian Dickinger ist ratlos: „Gebrochene Wahlversprechen der Köppl-Ära waren anscheinend ebenso egal wie 20 Jahre falsche Politik. Ein neues Gesicht hat die Vergangenheit komplett ausgelöscht. Krapf ist der alleinige Wahlgewinner. Es bleibt die Frage: Was tut das ÖVP-Hinterland?“

Bürgerliste gegen Tram erreicht 10,2 Prozent

Mit einem lachenden und weinenden Auge endete der Wahl-abend für die erstmals angetretene Bürgerinitiative gegen die StadtRegioTram (B.I.G.). B.I.G.-Obmann Reinhold Kassmannhuber: „Es wäre mehr drin gewesen. Dass wir bei der Bürgermeisterwahl nicht angetreten sind, hat sich als taktischer Fehler erwiesen. Ich glaube aber trotzdem, dass die Menschen ein Zeitenwende spüren und sich nicht mehr einlullen lassen wollen.“

Empfindliche Verluste mussten auch die Stadt-Grünen einstecken. Sie verloren 2,6 Prozentpunkte und rangieren mit 9,6 Prozent nur mehr auf Rang 5.


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