Gmundner Betriebe wünschen sich Hotels und neue Betriebsbauflächen
GMUNDEN. 200 produzierende Betriebe hatten die Chance, in einer Online-Umfrage ihre Gedanken zum Standort Gmunden zu dokumentieren. Das Ergebnis ergab kaum neue Erkenntnisse, soll aber Leitfaden für die künftige Wirtschaftspolitik der Stadtgemeinde sein.

Ein Viertel der 200 befragten Unternehmen nahmen das Umfrage-Angebot an. 81 Prozent von ihnen bezeichnen die Bezirksstadt zwar als attraktiven Standort, doch ein großerteil ortet auch Nachteile: fehlende Unterkunftsmöglichkeiten für Kunden, Geschäftsreisende und Mitarbeiter, der Mangel an Gewerbe- und Betriebserweiterungsgründen und eine fehlende Vision zur Positionierung Gmundens.
Die Stadtpolitik will nun reagieren, und entsprechende Schritte setzen. Schwerpunkte will man auf die Lösung der Hotel-Fragen und die Schaffung eines „Interkommunalen Betriebsansiedelung“-Verbandes (INKOBA) mit Nachbargemeinden legen. Diesbezüglich gibt es laut Wirtschaft-Stadtrat Michael Frostel seit einigen Monaten intensive Gespräche. Man müsse das Kirchturmdenken beenden und schauen, dass man Betriebe halten oder neue Unternehmen in die Region locken könne. Hinsichtlich Hotelwünschen entwickelt die Bundesimmobiliengeschaft (BIG) –Eigentümerin des Landschlosses Ort – in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Land ein Konzept und einen Finanzierungsplan für die Entwicklung des Toskana-Areals, die Ende des Jahres am Tisch liegen sollen.
„Die Gmundner Unternehmen sichern mehr als 10.000 Arbeitsplätze und führen 6,8 Millionen Euro an Kommunalsteuer ab. Damit liegen wir sogar vor Vöcklabruck und doppelt so hoch wie jene Bad Ischls“, versucht Frostel den Stellenwert der lokalen Betriebe zu verdeutlichen. Nur einem online abgegebenen Wunsch werde man nicht nachkommen: „Die Politiker verjagen“.


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