"Kärcher"-Einsatz gegen Pöbler
GMUNDEN. Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme will die Stadt Gmunden Pöbeleien im Bereich der „Spar-Bänke“ an der Esplanade in den Griff bekommen.

Die Bänke an der Außenfassade des Spar-Markts im Zentrum laden zum Verweilen ein. Zuletzt hätten sich allerdings Beschwerden gehäuft, dass dort – in unmittelbarer Nähe eines Spielplatzes – etwa zehn Personen immer wieder Alkohol konsumieren und Passanten anpöbeln, so Bürgermeister Stefan Krapf (VP). Es sei auch schon zu Raufhändeln innerhalb der Gruppe gekommen, in einem Fall landete eine herumgeworfene Flasche in einem Kinderwagen.
Man habe bereits versucht, der Gruppe einen Ersatzplatz im Park der Evangelischen Kirche anzubieten. Auch ein Streetworker war im Einsatz. Da sich die Situation jedoch nicht gebessert hat, setzt man nun mit Stadtratsbeschluss auf die Vertreibung der Gruppe. Ab Mittwoch werden die Bänke im Halbstundentakt von Bauhof-Mitarbeitern mit dem Kärcher gereinigt. Die Polizei wird sie begleiten und die Flaschen und Dosen der Trinker ausleeren - was durch das seit Jahren geltende Alkoholverbot im Gmundner Stadtzentrum gedeckt ist.
Die Maßnahme sei ihm nicht leicht gefallen, aber viele Menschen würden die Esplanade bereits meiden, so Krapf. Auch Vizebürgermeisterin Beate Enzmann (FP) betont: „Es geht um die Sicherheit und die Wünsche der Bürger, nicht darum, ein „unschönes Bild“ aus der Stadt zu bringen. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt wird.“


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