Demonstrationen gegen Burschenschafterball - Beteiligung aus Gmunden
Wie jedes Jahr findet heuer am 4. Februar der Burschenbundball im Palais des Kaufmännischen Vereins in Linz statt. Ebenso ist wie jedes Jahr eine Großdemonstration gegen den Ball geplant, die von einer breiten Allianz aus linken Gruppen und Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen getragen wird. Die Sozialistische Linkspartei (SLP) plant 2017 eine gemeinsame Anreise von Demonstranten aus dem Raum Gmunden.
Bereits im Vorjahr demonstrierten Hunderte gegen den Burschenbundball, der unter anderem von der umstrittenen Burschenschaft Arminia Czernowitz veranstaltet wird. Laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) ist diese klar dem rechtsextremen Eck zuzuordnen. Doch die Demonstranten kritisieren nicht nur die Verbindungen der Veranstalter ins äußerste rechte Eck, sondern vor allem die Politik der schwarz-blauen Koalition in Oberösterreich.
Kritik an Sozialpolitik der Landesregierung
Auf Facebook sprechen etwa die AktivistInnen der Sozialistischen Linkspartei (SLP) die zahlreichen Kürzungen der Landes- und Stadtregierungen mit blauer Beteiligung an. Bei den Sparmaßnahmen, etwa der Deckelung der Mindestsicherung oder den Einsparungen beim Bildungskonto, würden nicht nur AsylwerberInnen getroffen, sondern vor allem ArbeitnehmerInnen und Alleinerziehende. Auf dem Burschenbundball werden zahlreiche Vertreter der Landespolitik erwartet, vor allem vonseiten der FPÖ.
Simon Stockhamer, Ortsgruppensekretär der SLP Gmunden, wirft der Landesregierung vor, sie würde unter dem Deckmantel der Flüchtlingskrise Polizei- und Überwachungsmaßnahmen ausbauen, während die viel drängenderen sozialen Probleme nicht angegangen werden. „Sie [die Landesregierung, Anm.“ reden andauernd von „Einsparungspotenzial“, obwohl sie gleichzeitig die Reichen schützen. Die gesellschaftliche Wut wird in rassistische Bahnen gelenkt, um von den sozialen Unterschieden abzulenken.“ Auch Peter Hauer, Aktivist der SLP aus Gschwandt, kritisiert die Sozial- und Flüchtlingspolitik der Landesregierung. Die kleinen Leute, die ArbeitnehmerInnen, müssten die Kosten für Wirtschafts- und Flüchtlingskrise tragen, dabei „haben sich an diesen Krisen eine Handvoll Bonzen eine goldene Nase verdient und tun das noch immer.“
Gemeinsame Anreise aus Gmunden
Da die Politik der Schwarz-Blauen Landesregierung in ganz Oberösterreich, nicht nur in Linz, spürbar sei, planen die AktivistInnen eine gemeinsame Anreise zur Demonstration von Gmunden aus. „GmunderInnem haben ebenfalls gute Gründe sich der Demonstration anzuschließen, da sie von vergangenen und noch bevorstehenden Kürzungen genauso betroffen sind wie der Rest von Oberösterreich“, sagt Stockhamer.
Da der genaue Zeitpunkt der Abreise sowie das Transportmittel von der Anzahl der Teilnehmer abhängen, bittet die Sozialistische Linkspartei Interessierte um möglichst schnelle Anmeldung über E-mail oder Facebook. Sie seien zudem eingeladen die Bewerbung der gemeinsamen Anreise, etwa durch das Verteilen von Flugblättern oder die Verbreitung der Facebook-Veranstaltung zu unterstützen.


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