Gmunden kann "Lacus felix"-Areal um 8,6 Milllionen Euro zurückkaufen
GMUNDEN. Nach über einem Jahr intensiver Verhandlungen zeichnet sich für das brachliegende Seeuferareal im Ortsteil Weyer eine Lösung. Dieses verwildert nach dem Scheitern des Hotelprojektes „Lacus Felix“ zunehmend.

Die Raiffeisenlandesbank ist bereit, die Liegenschaften mit einem Höchstpfandrecht von 13 Millionen Euro und einer Gesamtfläche von 24.000 Quadratmetern um 8,6 Millionen Euro an die Stadtgemeinde zu verkaufen. Das Land Oberösterreich hat signalisiert, die dafür notwendige Darlehensaufnahme zu genehmigen.
Ende aller juristischen Streitigkeiten möglich
„Zehn Jahre Unsicherheit und Diskussion könnten ein Ende haben, das beliebte Freizeitareal Seebahnhof bliebe der Bevölkerung – rechtlich abgesichert – erhalten, der langjährige Rechtsstreit wäre beendet. Das ist eine Jahrhundertchance. Die ,Gstettn“ an einer der schönsten und exponiertesten Stellen Gmundens wäre Geschichte“, so Bürgermeister Stefan Krapf. Außerdem wären alle anhängigen Verfahren mit dem Kauf für immer beendet.
Chance für neues Projekt mit breitem Konsens
Ist der Rechtsstreit beendet und die Rechtssicherheit wiederhergestellt, wird das Areal für Investoren und Betreiber eines möglichen neuen Hotelprojektes wieder interessant. „Dass Gmunden und der Tourismus in der gesamten Region Gästebetten und einen Leitbetrieb in Stadtzentrum brauchen, steht außer Zweifel. Die Chance dazu lebt wieder auf. Es gibt wieder eine klare Zukunftsperspektive“, so das Stadtoberhaupt. Der Weg zu einem neuen Hotelprojekt auf dem Areal des einstigen Parkhotels führt für ihn nur über einen „breiten stadtpolitischen Konsens“. Er wirde alle im Gemeinderat vertretenen Parteien umgehend zu Gesprächsrunden einladen. Krapf: „Wir wollen gemeinsam diesen für Gmunden so wesentlichen Schritt in die Zukunft machen.“
Bürgermeister für kleine Hotelvariante
Gmundens Bürgermeister plädiert jedenfalls für einen Ankauf der Liegenschaft, um eine, wie er sagt, „kleine Hotelvariante“ realisieren zu können. Diese müsse für Gmunden verträglich, zukunftsweisend und ohne Einschränkungen für die Bevölkerung sein. „Das Großprojekt Lacus Felix ist für Gmunden nicht zielführend“, so Krapf.


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