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GMUNDEN. Bei einer überfraktionellen Klausur versuchten 15 Mandatare – Stadträte und Fraktionsobleute – gemeinsam Strategien und eine akkordierte Vorgangsweise für die wichtigsten aktuellen Vorhaben zu finden. Im Fokus standen dabei die Entwicklung des Parkhotel-Areals, die Neugestaltung der Esplanade und des Rathausplatzes sowie ein Mobilität-Generalplan.

Gemeinsames Nachdenken über Wege für die wichtigsten Vorhaben in Gmunden Foto: Stadtgemeinde
  1 / 2   Gemeinsames Nachdenken über Wege für die wichtigsten Vorhaben in Gmunden Foto: Stadtgemeinde

Einhelliger Tenor unter den Teilnehmern: Die Klausur sei sehr konstruktiv und produktiv verlaufen, auch wenn naturgemäß unterschiedliche Meinungen aufeinander getroffen seien. „Unterschiedliche Meinungen schärfen das Profil und die Sichtweise“, resümierte Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP). Schlussendlich hat man sich unter Moderation von Politikberater Helmut Retzl auf zentrale Punkte und konkrete Maßnahmen geeinigt.

Projektentwicklung am Parkhotel-Areal

Thema Nr. 1 ist die Entwicklung des Parkhotel-Areals, dessen Kauf der Gemeinderat jüngst beschlossen hat. Jetzt will man eine zentrale Anlaufstellte im Stadtamt schaffen, die Anfragen sammelt, sondiert und weitergibt.

Zudem setzt man auf die Beratung durch externe Experten, die Grundlagen-Informationen geben und eine städtebauliche Analyse erstellen sollen. Fix ist, dass das Parkhotel-Areal „mit vertretbarem finanziellen Aufwand“ wieder herzeigbar und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Arbeit an neuer Esplanade und neuem Rathausplatz

Hinsichtlich der Neugestaltung von Esplanade und Rathausplatz soll auf Basis der Ergebnisse der großen Fragebogenaktion und der Bürgerworkshops ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden. Auch in diesem Fall holt sich die Stadt für die Abwicklung einen externen Partner, um Details festzulegen. Zielvorstellungen und Spielregeln seien nochmals reflektiert und akkordiert worden. „Die Umfrage hat ergeben, dass die Esplanade grün bleiben und zum Sitzen, aber nicht zum Baden, da sein soll“, so Bau-Stadtrat Reinhold Kassmannhuber. Noch vor der Juryentscheidung soll es eine Ausstellung der besten Entwürfe geben, um ein Stimmungsbild seitens der Bürger einzuholen. Nach Vorliegen der Wettbewerbsergebnisse sollen die Bürger bei der Detailplanung mitreden können. „Auch wenn wir durch den Kredit für den Ankauf der Parkhotelgründe Maßnahmen verschieben müssen, arbeiten wir an der Realisierung und wollen die Schritte auch sichtbar machen“, so Bürgermeister Krapf.

Mobilität als unausweichliches Thema der Zukunft

Noch vor dem Sommer soll ein „Generalplan Mobilität“ beschlossen werden, der unter anderem Radfahren und Elektromobilität in Gmunden forciert, die Parkraumbewirtschaftung und touristische Verkehrsströme regelt und generell der Devise folgt, dass Fußgängern, Radfahrern und dem öffentlichen Verkehr Vorrang einzuräumen ist. „Eine autogerechte Stadt ist eine Horrorvision“, sagt Mobilität-Stadtrat Wolfgang Sageder.

Betriebe und junge Gmundner sollen gehalten werden

Mit der Beteiligung an INKOBA-Projekten und baulichen Maßnahmen will man Unternehmen und jungen Gmundnern eine Zukunft in der Stadt ermöglichen. Ein neues „Baulenkung“-Gremium soll Bauwerbern die Wünsche der Stadt klarmachen und für mehr Hauptwohnsitze in der Traunseestadt sorgen.


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