Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GMUNDEN. Die Arbeiterkammer (AK) hat eine Leistungsbilanz der Beschäftigten aus dem Bezirk erstellt. Das Ergebnis: Sie sind sind äußerst produktiv, nehmen oft weite Arbeitswege auf sich, verdienen aber rund drei Prozent weniger als der Durchschnittsoberösterreicher.

Die Arbeitnehmer aus dem Bezirk Gmunden dürfen auf ihre Leistungen stolz sein. Als Steuerzahler spülen sie über 477 Millionen Euro in die Staatskasse. Foto: Wodicka

Die Arbeitnehmer im Bezirk Gmunden dürfen durchaus stolz auf ihre Leistungen sein. Die AK untersuchte die Produktivität in 35 regionalen Betrieben mit mehr als 49 Beschäftigten.

23.000 Euro Gewinn pro Mitarbeiter

Das Ergebnis: Die Pro-Kopf-Wertschöpfung (Betrag, der pro Mitarbieter erwirtschaftet wird) lag 2015 bei über 80.000 Euro. Zieht man davon die durchschnittlichen Personalkosten ab, bleiben den Unternehmen immerhin 23.000 Euro pro Mitarbeiter.

Unterdurchschnittliche Entlohnung

Der AK-Studie zufolge bekommen die Beschäftigten im Bezirk mittlere Bruttoeinkommen von 2127 monatlich – das entspricht rund 1550 Euro netto und bedeutet drei Prozent weniger als das oberösterreichische Median-Einkommen (bei dem je die Hälfte mehr oder weniger verdient).

Im Vergleich nimmt daher Gmunden Platz 9 unter den 17 oberösterreichischen Bezirken ein. Am besten steigen noch die männlichen Angestellten mit 3443 Euro aus, Arbeiterinnen kommen auf 1386 Euro brutto.

Weniger Produktionsjobs, mehr Dienstleistungen

Eine Erklärung sind die relativ niedrigen Einkommen im im Bezirk stark vertretenen Gesundheitsbereich und Handel. Zudem ist die Beschäftigung in der (gut bezahlten) Sachgüter-produktion von 2001 bis 2014 um elf Prozent gesunken, jene im Servicebereich hingegen um 28 Prozent angestiegen. „Der Wechsel in den Dienstleistungssektor hat sinkende Einkommen zufolge“, analysiert AK Gmunden-Leiter Martin Kamrat.

Beschäftigte liefern 231 Millionen Euro an Lohnsteuer ab

Die rund 49.000 im Bezirk wohnenden Beschäftigen zahlten 2015 nach Abzug der Abnehmerveranlagungen in Summe mehr als 231 Millionen Euro an Lohnsteuer und weitere rund 246 Millionen Euro an Sozialversicherungsabgaben – insgesamt also 477,5 Millionen Euro. Weiteres interessantes Detail: Nur fünf Prozent der Beschäftigten im Bezirk verdienen über der Höchstbemessungsgrundlage von 4650 Euro,

Findige Köpfe

Dass die Salzkammergütler Einiges im Köpfchen haben, haben die meisten immer schon gewusst, jetzt gibt es dafür auch ein belegbares Indiz. Aus dem Bezirk Gmunden sind nämlich im Vorjahr 67 Erfindungsanmeldungen erfolgt. Damit zählt Gmunden zu jenen zehn Bezirken Österreichs mit den meisten angemeldeten Erfindungen. „Die Leistungsbilanz beweist, dass die Arbeitnehmer die mit Abstand wichtigsten Leistungsträger im Bezirk Gmunden sind“, so Kamrat. Dafür stünden ihnen Gegenleistungen wie eine ordentliche Entlohnung, die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Ansprüche und soziale Sicherheit zu.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden