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Gmunden-Pinsdorf: 2018 soll der Umweg über B145 der Vergangenheit angehören

Hans Promberger, 23.10.2017 13:42

GMUNDEN. Die Alternative zur, der Bahnhof-Neugestaltung zum Opfer gefallenen, PKW-Direktverbindung zwischen Gmunden und Pinsdorf soll im kommenden Jahr Realität werden.

Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf (li.) und der Pinsdorfer Bürgermeister Dieter Helms (re.) bei der Durchsicht der aktuellen Pläne

Vor zwei Jahren ersetzte eine Unterführung für Fußgänger, Kleinmotorräder und Radfahrer die Straße zwischen Gmunden und Pinsdorf. Die PKW-Fahrer waren gezwungen, auf die B145 auszuweichen. Umwege und mehr Verkehr auf der Salzkammergut-Bundesstraße waren die Folge. Eine neue Verbindung zwischen Theresienthalstraße und der bestehenden Bahnunterführung in der Aubauerstraße sollte den direkten Autoverkehr zwischen Gmunden und Pinsdorf wieder möglich machen. In den letzten Wochen hatten sich die Nachfragen nach der Realisierung des Wahlversprechens gehäuft. „Ich habe auf schnellere Verfahren gehofft. Auch die Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümer haben sich als hart und schwierig erwiesen“, so Krapf. Zudem erkrankte die Projektzuständige der ÖBB schwer. Jetzt scheint aber der Umsetzung nichts mehr im Wege zu stehen.

ÖBB ermöglicht Straße

Zu verdanken sei dies einer Umplanung der ÖBB, die ihr Gleis für die dortige Ölverladung verkürzt und so wichtige Meter freimacht. Damit ist nicht so viel Grund nötig wie angenommen, die geplante Straße kann näher zur Bahntrasse gelegt werden. Die Zustimmung eines dritten Grundbesitzers war dadurch nicht mehr notwendig.

Entlastung der B145 erhofft

Die Vorteile: Die B145 wird spürbar entlastet, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer wird erhöht, weil die Kleinmotorräder aus der Unterführung verbannt werden, und die Traktoren, die oft für Fahrverzögerungen auf der B145 sorgten, brauchen diese nicht mehr benutzen. 250.000 Euro (Grundkauf, Sicht- und Lärmschutz für die Anrainerfamilie) lässt sich die Gemeinde Gmunden diese Maßnahme kosten, die Baukosten übernehmen die ÖBB.

Ein straßenrechtlicher Bescheid liegt bereits vor, die Unterlagen für die wasser- und naturrechtlichen Bewilligungen sind eingereicht. Einzig das schriftliche Übereinkommen zwischen ÖBB und Stadtgemeinde fehlt noch.

Vorrangregel-Änderung auf Aubauerstraße

Auf der neuen „Spange Gmunden-Pinsdorf“ gilt eine 30 km/h-Begrenzung. Zudem erwies sich die Sichtweite war bei der Einmündung in die Aubauerstraße als problematisch. Daher ist hier eine Änderung der Vorrangregel vorgesehen.


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