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GMUNDEN. Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Mittlerweile fehlen nicht nur die hochqualifizierten Studienabgänger, sondern auch Schlosser, Bäcker, Köche, Friseure usw. – auch im Bezirk Gmunden.

Firmen erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie Lehrlinge ausbilden. Foto: Weihbold
Firmen erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie Lehrlinge ausbilden. Foto: Weihbold

Das Team des AMS-Gmunden besucht rund 500 Betriebe pro Jahr. In allen Branchen gibt es ein Thema: den Personal- und Fachkräftemangel. Umso wichtiger ist es, dass allen Jugendlichen die Möglichkeiten und die Chancen einer Lehrausbildung aufgezeigt werden. „Die offenen Lehrstellen sind in den letzten Jahren um rund 21 Prozent gestiegen, die Lehrstellensuchenden hingegen um fast 16 gesunken“, verdeutlicht AMS Gmunden-Leiterin Jacqueline Beyer die aktuelle Situation.

Hilfsarbeiter-Jobs sterben aus

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Ausbildung massiv gestiegen ist. Die Prognosen sagen zwar weiterhin ein Beschäftigungswachstum voraus, allerdings auch einen Rückgang bei den Hilfsarbeiterstellen. Es sei daher umso wichtiger, jungen Menschen, aber auch Erwachsene mit Pflichtschulabschluss einen Lehrabschluss zu ermöglichen. „Die Firmen haben in den letzten Jahren prinzipiell weniger ausgebildet, das trifft uns natürlich jetzt“, so Beyer.

Diverse Unterstützungen für Lehrausbildung

Sie verweist auf die Möglichkeit der arbeitsplatznahen Qualifizierung, bei der Erwachsene einen Lehrabschluss direkt im Betrieb nachholen können. 32 Personen haben heuer dieses Angebot bereits angenommen. „Hier ist aber noch ein enormes Potential bei den Firmen vorhanden“, so Beyer. Weiters hilft die Lehrstellenförderung über 18-Jährige zu unterstützen, damit auch sie noch einen Lehrabschluss erlangen und die Hilfsarbeiterentlohnung erhalten.

Frauen und Asylwerber als Hoffnungsträger

Großes Potential haben Frauen als Fachkräfte. Nur 26 Prozent der Frauen haben einen Lehrabschluss. Die Top drei der weiblichen Lehrberufe sind trotz vieler Bemühungen, technische Lehrberufe schmackhaft zu machen, Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin. Für Beyer ist es zudem wichtig, auch Asylwerbern-Lehrverhältnisse zu ermöglichen: „Es uns gelungen, bereits 35 Asylwerber und -berechtigte in Lehrverhältnissen im Bezirk zu integrieren. Das ist im Vergleich ein sehr guter Wert.“


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