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BAD ISCHL/EBENSEE/SCHARNSTEIN. Drei Frauenberatungsstellen im Salzkammergut fürchteten in den vergangenen Wochen um die Weiterführung ihres Angebotes, nachdem das Sozialressort des Landes die bisher gewährten Förderungen einstellen wollte (zum Tips-Bericht). Zumindest für 2018 soll ein Großteil der Gelder nun doch ausbezahlt werden.

Symbolbild: Wodicka
Symbolbild: Wodicka

Die Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut in Bad Ischl, das Frauenfroum Salzkammergut in Ebensee und das Frauen- und Mädchenzentrum Die Insel in Scharnstein sind unter jenen sieben oö. Frauenvereinen, die vom Sozialressort unterstützt werden. Aufgrund der Reduktionen bei den Ermessensausgaben im Ressort stand die vollständige Streichung der Förderungen im Raum.

In einem Gespräch mit der zuständigen Landesrätin Birgit Gerstorfer (SP) erhielten die Beratungsstellen nun die Zusage, dass für 2018 dennoch 90 Prozent der bisher gewährten Gelder ausbezahlt werden.

Ausbau der Gewaltprävention

Damit soll, neben dem Weiterbestand der Frauenberatungsstellen an sich, vor allem der Ausbau der Gewaltprävention gesichert werden, wie Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer in einer Aussendung betont: „Nachdem Gewalt gegen Frauen leider nach wie vor eine große Herausforderung in Oberösterreich darstellt, habe ich als größtes Interesse, die Präventionsarbeit in diesem Bereich zu stärken und damit dafür zu sorgen, dass sich Frauen in gewaltbelasteten Situationen wohnortnah an kompetente Ansprechpartner wenden können.“

„Solidarität und Widerstand“

Insel-Geschäftsführerin Eva-Maria Großmayer-Gurney zeigte sich erleichtert: „Es ist gut, dass es jetzt zumindest eine Übergangslösung gibt, damit wir weiter unsere Arbeit für die Mädchen und Frauen machen können.“ Dies sei auch der Solidarität und dem Widerstand der Frauenberatungsstellen zu verdanken, so Großmayer-Gurney.

One Billion Rising

Alle drei Frauenberatungsstellen sind auch am Mittwoch, 14. Februar, ab 17 Uhr bei der Aktion „One Billion Rising“ auf dem Gmundner Stadtplatz vertreten, mit der tanzend auf Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht werden soll. Unter dem Motto „Alle stimmen für Frauen!“ wird vor allem an den Kampf um das Frauenwahlrecht erinnert, das in Österreich heuer seinen 100. Geburtstag feiert.

Links: One Billion Rising Gmunden auf Facebook


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Gastuser
Gastuser
25.01.2018 20:14

Zum Thema "sie wollten": Sie haben die Förderung eingestellt... nicht sie wollten... sie taten es... dann kommen sie, "retten" es und möchten als Retter_in gefeiert werden... sowie Haimbuchner bei der Elternbildung. Wie wäre es damit gewesen: den Ressorts mehr Zeit zu geben, um "in Ruhe" die Bereiche zu sortieren & gleich Übergangs/Ausstiegsvarianten anzubieten, damit nicht so ein Chaos, wie in den letzten 2 Monate herrschte, entsteht.


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