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GMUNDEN. Gesamt gibt es im Bezirk Gmunden 3725 Ein-Person-Unternehmen und es werden zunehmend mehr.

WKO Gmunden lässt die EPU nicht alleine – Bezirksstellenleiter Robert Oberfrank und Bezirksstellenobmann Martin Ettinger Foto: WKO

„Es sind vor allem drei Gründe, die Menschen bewegen, sich selbständig zu machen. Einerseits die Möglichkeit, sich die Zeit frei einteilen zu können, der Traum, sich selbst zu verwirklichen und andererseits „Riecher“ für eine Marktchance“, gibt Wirtschaftskammer-Obmann Martin Ettinger zu verstehen. Von den 6.352 Wirtschaftskammer-Mitgliedern im Bezirk Gmunden sind bereits 58,6 Prozent Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die vom Strukturwandel in der Wirtschaft zeugen. In Zahlen gesprochen sind derzeit 3.725 derartiger Ein-Personen-Unternehmen im Bezirk aktiv - eine Zunahme von knapp 30 Prozent in den letzten fünf Jahren. Oftmals sind auch die Unzufriedenheit mit dem ehemaligen Arbeitsplatz oder beschränkte berufliche Aufstiegsmöglichkeiten Gründungsmotive. Dass der Arbeitsplatz häufig zu Hause ist, wird von vielen Selbständigen geschätzt.

Auch für Frauen attraktiv

Den größten Anteil an den EPU haben die Personenbetreuer, die vor allem im Pflegebereich tätig sind. Direktvertrieb und persönliche Dienstleister. Kunsthandwerke sowie Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure folgen auf den Plätzen. „Kreativität und Innovationsgeist zeichnen die EPU aus,“ erklärt WK-Bezirksstellenleiter Robert Oberfrank und ergänzt: „Sie reagieren schnell auf Marktveränderungen und ihr Vorteil liegt in spezialisierten Leistungen, die sie erbringen“. Damit wird auch der Wirtschaftsstandort gestärkt. Dass mehr als die Hälfte der Ein-Personen-Unternehmen Frauen sind, zeigt, dass diese Form der Erwerbstätigkeit für viele eine attraktive Alternative zum „klassischen“ Dienstverhältnis ist. Das Durchschnittsalter beträgt 46,2 Jahre.

Spezielles Paket

Beim EPU Mentoring Programm erhalten die Einzelkämpfer praktische Unterstützung durch erfahrene Unternehmer. Mit der Initiative eins plus eins, einer finanziellen Förderung durch das Wirtschaftsressort des Landes, sollen EPU motiviert werden, einen ersten Mitarbeiter einzustellen. So werden in den ersten drei Monaten sowie in den Monaten zehn bis zwölf eines neu begründeten Beschäftigungsverhältnisses ergänzend das Bruttogehalt in der Höhe von 50 Prozent der entstehenden Bruttolohnkosten gefördert. „Unsere EPU sind zwar Einzelkämpfer, sie werden aber von uns nicht alleine gelassen“, versprechen Martin Ettinger und Robert Oberfrank sich weiterhin besonders für die Anliegen dieser Zielgruppe einzusetzen.


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