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GMUNDEN. Die Arbeiterkammer verzeichnet seit Beginn des Jahres 2018 einen Anstieg an Fällen, in denen Arbeitnehmern die Bezahlung ihrer Überstunden unterschlagen werden. Viele darunter auch im Bezirk Gmunden.

Überstundenarbeit entsteht, wenn die gesetzlich zulässige wöchentliche Normalarbeitszeit von 40 Stunden oder die tägliche Normalarbeitszeit von acht Stunden überschritten wird. Liegt dies vor, muss die geleistete Arbeitszeit pro Überstunde inklusive Überstundenzuschlag entweder durch Zeitausgleich, oder Geld abgegolten werden.

Rund 150 Millionen Euro unbezahlte Überstunden für Oberösterreichs Arbeitnehmer

Im vergangenen Jahr leisteten Österreichs Arbeitnehmer rund 250 Millionen Über- und Mehrheitsstunden, verteilt auf 663.100 Beschäftigte, wovon ihnen innerhalb eines Jahres rund eine Milliarde Euro vorenthalten wurde. Das heißt, dass fast ein Fünftel jener Überstunden weder durch Geld, noch Zeitausgleich beglichen wurde. Oberösterreichs Arbeitnehmern wurden dabei rund 150 Millionen Euro durch unbezahlte Mehrarbeits-, oder Überstunden vorenthalten.

Häufige Gründe dafür sind beispielsweise Arbeitszeitaufzeichnungssoftwares, welche die Arbeitszeiten der Mitarbeiter manipulieren oder ungesetzliche Arbeitszeiten automatisch verfälschen. Oft werden auch die Überstunden der Arbeitnehmer so lange hingehalten, bis die Ansprüche verfallen sind. Diese Verfallsfristen können, abhängig von Kollektivvertrag, relativ kurz sein.

Der Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Martin Kamrat appelliert an Betroffene und potentielle Opfer: „Bitte nicht zu lange zuschauen und warten, sondern so bald wie möglich bei uns melden!“


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