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BAZIRK GMUNDEN. Die Zahl der verfügbaren Polizisten sorgt immer wieder für Diskussionen. Auch im Bezirk Gmunden gibt es einen „Unterstand“, für das zweite Halbjahr 2019 erwartet der stellvertretende Bezirkskommandant Markus Hufnagl jedoch eine Entlastung.

Markus Hufnagl, stv. Bezirkspolizeikommandant Gmunden Foto: Toth
Markus Hufnagl, stv. Bezirkspolizeikommandant Gmunden Foto: Toth

Laut einer jüngst vom SP-Parlamentsklub veröffentlichten parlamentarischen Anfrage an Innenminister Herbert Kickl (FP) ist österreichweit die Zahl der verfügbaren Polizisten im letzten halben Jahr weiter gesunken. Für den Bezirk Gmunden trifft dies aber nicht zu, wie Markus Hufnagl erklärt. Insgesamt sind dem Bezirk Gmunden 157 Dienstposten zugeteilt, davon zehn für die in Laakirchen stationierte Diensthundestaffel, die über den Bezirk hinaus tätig ist.

Ein Großteil der Dienstposten ist besetzt, allerdings kann das Stundenkontingent nicht voll genutzt werden. Die Gründe reichen von Karenzierungen und anschließenden Teilzeitbeschäftigungen bis zu besonderen Dienstverwendungen, wie der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant erklärt: „Wenn jemand bei der IT, der Spurensicherung oder bei der Cobra im Einsatz ist, ist er zwar unserem Bezirk zugeteilt, hat aber auch andere Einsatzgebiete und ist daher nicht voll für den Bezirk verwendbar.“

„Ohne Überstunden geht es derzeit nicht“

Solche Spezialisierungen seien jedoch notwendig, da sowohl die Kriminalität als auch die Ermittlungsmethoden immer komplexer werden, betont Hufnagl. Auch für regelmäßige Schulungen, etwa für die 23 Alpinpolizisten des Bezirks, muss Zeit aufgewendet werden. „Effektiv haben wir einen Unterstand von rund 16 Prozent, damit liegen wir im Durchschnitt“, erklärt Markus Hufnagl.

Ohne Überstunden sei das System derzeit nicht aufrechtzuerhalten: „Anstelle der regulären 47 kommen wir meistens auf rund 55 Stunden.“ Eine Entlastung sei jedoch in Sicht: „Derzeit sind landesweit 300 Polizisten in Ausbildung, weitere kommen nächstes Jahr dazu. Im zweiten Halbjahr 2019 sollten einige davon in die Dienststellen kommen – wir hoffen natürlich, auch nach Gmunden.“


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