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GMUNDEN. Im Vorjahr gingen die Wellen im Ortsteil Cumberland hoch, weil der 7000 Qua­dratmeter große Spielplatz einer Wohnanlage weichen soll. Nun wurde die geplante Bauverhandlung verschoben, um doch eine gemeinsame Lösung zu finden.

Mitglieder des Komitees vor dem Eingang zum Spielplatz Foto: Tóth
Mitglieder des Komitees vor dem Eingang zum Spielplatz Foto: Tóth

Der Spielplatz befindet sich auf einem Grundstück, das der Wohnbaugenossenschaft ELAG gehört und als Baugrundstück gewidmet ist. Vier Jahrzehnte lang stand es den Kindern der Siedlung als – einziger – Spielplatz zur Verfügung. Als die ELAG bekanntgab, auf der Fläche rund 70 Mietwohnungen errichten zu wollen, regte sich Widerstand. „Man kann nicht Wohnungen dazubauen und gleichzeitig den Spielplatz einstampfen“, bringt es Johann Ruhsam auf den Punkt. Er ist Mitglied des „Spielplatz-Komitees“, das knapp 500 Unterschriften für sein Anliegen gesammelt hat.

„Verkehrschaos“ befürchtet

Befürchtet wird auch ein Verkehrschaos durch zusätzliche 500 Verkehrsbewegungen pro Tag im ohnedies bereits überlasteten Gebiet, durch das eigentlich eine Wohnstraße führt. „Dies wurde bisher nur im Ansatz diskutiert“, so Ruhsam. Das Komitee fordert einen mindestens 4.000 Quadratmeter großen Spielplatz, eine Verkehrslösung und den Erhalt der Bäume im Siedlungspark.

Verschiedene Lösungsansätze in Diskussion

Die ELAG ist nach aktuellem Stand bereit, 1.400 Quadratmeter für einen Spielplatz zur Verfügung zu stellen, weitere rund 3.500 Quadratmeter an öffentlicher Fläche im Besitz der Stadt könnten ebenfalls verwendet werden – diese werden derzeit teilweise als Gemeinschaftsgärten genutzt. Auch der Ankauf eines benachbarten Baugrundstückes zu Tauschzwecken wurde geprüft.

Um den bestehenden Spielplatz in voller Größe zu erhalten, müsste das Grundstück, das etwa 1,4 Millionen Euro kostet, angekauft werden. Diese Mittel können nach derzeitigem Stand weder das Komitee noch die OÖ Wohnbau als Errichterin der Cumberlandsiedlung oder die Gemeinde aufbringen.

„Ziel ist eine Lösung, mit der alle leben können“

Zur Entspannung der Situation wurde für Ende Jänner ein Gespräch mit Vertretern von Stadtgemeinde, ELAG und Komitee anberaumt. Die geplante Bauverhandlung wurde verschoben. „Wir haben mit Professor Retzl einen erfahrenen Mediator eingeladen, das Gespräch zu begleiten. Ziel ist eine Lösung, mit der alle leben können“, betont Bürgermeister Stefan Krapf.


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