"Vorbehaltsgebiet" soll Zweitwohnsitze in Gmunden eindämmen
GMUNDEN. „Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, freut sich der Gmundner SP-Stadtrat Wolfgang Sageder über den Schulterschluss der FPÖ in Sachen Zweitwohnsitz.

Die Sozialdemokraten hatten in der letzten Gemeindezeitung „Mittendrin“ propagiert, mit einem sogenannten „Vorbehaltsgebiet“ gegen den Wildwuchs der Zweitwohnsitze und die Spekulation in Gmunden vorzugehen. Dem schließen sich jetzt die Freiheitlichen an und bringen in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen Antrag in dieser Richtung ein. „Sinnvolle Ideen dürfen ruhig ansteckend sein“, ist auch SP-Fraktionschef Helmut Hochegger guten Mutes, dass jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden.
„Die FP hat bereits 2015 einen Antrag im Gemeinderat gestellt, beim Land ein Vorbehaltsgebiet zu beantragen“, erklärt dazu FP-Vizebürgermeisterin Beate Enzmann. Man habe sich damals jedoch entschlossen, einem erweiterten ÖVP-Antrag zum selben Thema zuzustimmen. Die damals beschlossenen Ausschuss-Berichte im Gemeinderat seien jedoch bis jetzt ausgeblieben, weshalb nun ein erneuter Antrag gestellt werde.
Die erst im letzten Gemeinderat beschlossene Zweitwohnsitzabgabe sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, reiche aber nicht aus.
Schutz von Grundstücksreserven
Vorbehaltsgebiete sind im oberösterreichischen Grundverkehrsgesetz geregelt und sollen dem Schutz von Grundstücksreserven und der Bekämpfung von Grundstücksspekulation dienen. Sie ermöglichen Zweitwohnsitze nur in ausgewiesenen Teilen des Gemeindegebiets. In Oberösterreich gibt es derzeit 18 Gemeinden, in denen derartige Vorbehaltsgebiete gelten, im Bezirk Gmunden etwa Gosau und Traunkirchen.


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