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BEZIRK GMUNDEN. Noch bis 10. Dezember dauern die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Auch im Bezirk gab es zahlreiche Aktionen, SPÖ-Frauen erneuerten ihre Forderung nach einem Frauenhaus für den Bezirk.

In Bad Ischl und Ebensee weht die „frei leben“-Fahne. Foto: Frauenberatungsstelle
In Bad Ischl und Ebensee weht die „frei leben“-Fahne. Foto: Frauenberatungsstelle

Fraueninitiativen weltweit nutzen die Zeit zwischen 25. November und 10. Dezember, um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen.

Die Dringlichkeit des Themas belegt die Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut in Bad Ischl mit Zahlen: Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2018 in Österreich 41 Frauen ermordet. Rund 84 Prozent der 18.500 Gewaltopfern in Österreich waren Frauen und Mädchen, die Täter waren in 91 Prozent der Fälle männlich. Beim überwiegenden Teil der Frauenmorde bestand ein Beziehungs- oder familiäres Verhältnis.

„frei leben“-Fahne gehisst

Mit der deutlich sichtbaren „frei leben“-Fahne setzte man derzeit in Bad Ischl und in Ebensee ein Zeichen für eine gewaltfreie Welt. In Gmunden beteiligen sich die Soroptimistinnen mit der nächtlichen Beleuchtung von Seeschloss Ort und Salzkammergut Klinikum an der Bewusstseinskampagne „Orange the World“ gegen Gewalt an Frauen.

SPÖ-Frauen fordern eigenes Frauenhaus für den Bezirk

Im Vorjahr wurden im Bezirk 64 Betretungsverbote ausgesprochen, dennoch gibt es hier kein eigenes Frauenhaus, kritisiert Ines Schiller, Ischler Stadträtin und SP-Bezirksfrauenvorsitzende. Ein solches sei „unbedingt notwendig“, um Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder auch vor Ort besser unterstützen zu können.

Derzeit steht im Bezirk lediglich die Übergangswohnung der Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut in Bad Ischl zur Verfügung, das nächstgelegene Frauenhaus befindet sich in Vöcklabruck.


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