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BEZIRK GMUNDEN. AMS Gmunden-Leiter Leopold Tremmel blickt auf eines der wohl schwierigsten und intensivsten Jahre auf dem Arbeitsmarkt zurück. Die Folgen der Corona-Krise schlagen stark auf den Arbeitsmarkt durch.

AMS Leiter Leopold Tremmel Foto: AMS
AMS Leiter Leopold Tremmel Foto: AMS

Zuletzt stiegen die Arbeitslosenzahlen im Bezirk erneut: von 6,8 Prozent im Dezember auf 7,1 Prozent im Jänner. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 3.161 Personen (1.317 Frauen, 1.844 Männer) sind derzeit auf Stellensuche. Ein Jahr zuvor waren es um 756 Arbeitslose weniger – damit hat sich die Arbeitslosenquote im Bezirk im Jahresvergleich um gut 31 Prozent erhöht.

Mit ein Grund für die steigenden Zahlen: Gmunden hat unter den Bezirken den größten Anteil an Tourismus. Der Entfall von Adventmärkten, der Lockdown in Tourismus und Gastgewerbe und die dadurch ausgefallene Wintersaison schlagen hier besonders stark durch.

Allerdings: Trotz des Anstiegs liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin unter dem OÖ-Durchschnitt von 7,6 Prozent, wie AMS-Leiter Leopold Tremmel betont. Österreichweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit gar bei 11,4 Prozent. Und auch, wenn man das gesamte vergangene Jahr betrachtet, liegt der Bezirk mit durchschnittlich sechs Prozent unter den Zahlen für OÖ (6,5 Prozent) und Österreich (9,9 Prozent).

Jahresrückblick: März verdoppelte Arbeitslosenzahl

Nach einem ursprünglich guten Start hatte sich im März 2020 die Arbeitslosigkeit verdoppelt und war binnen weniger Tage auf ein Rekordniveau angestiegen. Durch die hohe Inanspruchnahme der Kurzarbeit konnte eine Katastrophe verhindert werden, betont Leopold Tremmel. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit war in allen Altersgruppen feststellbar, der Fachkräftebedarf blieb jedoch unverändert hoch. Mit der aktuellen Job-, Aus- und Weiterbildungsoffensive wolle man der Situation entgegenwirken, erklärt Tremmel.

Erfreut zeigt er sich über die robuste Lage auf dem Lehrstellenmarkt im Bezirk.

„Herausforderndes Jahr“

„Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AMS Gmunden war 2020 ein sehr intensives Jahr. Die Auszahlungen der Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, Beratung und Vermittlung auf Abstand sowie die Unterstützung der Betriebe bei der Kurzarbeitsbeihilfe brachte uns natürlich an unsere Belastungsgrenze. Ich bin stolz, dass wir diese schwierigen Monate als Team gut bewältigen konnten“, hält der AMS Leiter fest.<


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