Bad Ischls Stadtoberhaupt Ines Schiller im Interview
BAD ISCHL. Die Kaiserstadt hat die turbulenten „Corona-Zeiten“ bisher gut gemeistert, viele Projekte sind in Arbeit und die Stadtchefin ist motiviert und offen für Neues.

Tips: Im ersten Jahr als Bürgermeisterin haben Sie einiges für Bad Ischl umgesetzt. Worauf blicken Sie besonders stolz zurück?
Ines Schiller: Durch das Miteinander ist vieles in Bad Ischl möglich geworden. Trotz sehr schwieriger Bedingungen haben wir mit Hilfe vieler engagierter Akteure ein vielfältiges Sommerprogramm zusammengestellt. Wir konnten auch einige Vorhaben umsetzen beziehungsweise beginnen. Die Erweiterung der Volksschule Pfandl ist abgeschlossen und den Schülern stehen neue attraktive Räumlichkeiten zur Verfügung. Neue Gehsteige und Bushaltestellen konnten wir im Sinne der Verkehrssicherheit schaffen. Im Sisi-Park konnten wir einem Wunsch aus der Bevölkerung entsprechen und eine Toilette errichten. Die Sanierung der Tennishalle schreitet voran.
Tips: Welche großen Projekte stehen als nächste an?
Ines Schiller: Kommunale Projekte und Investitionen sind gerade jetzt ein unverzichtbarer Beitrag, unsere regionale Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Deshalb arbeiten wir sehr intensiv an der Umsetzung zahlreicher Projekte in unserer Stadt. In Pfandl nehmen wir eine Platzgestaltung in Angriff. In Haiden können wir dem Wunsch, an das öffentliche Wassernetz angeschlossen zu werden, nachkommen. Damit wird auch ein lang gewünschter Gehsteig zur Siedlung Grenzweg/Sueßweg entstehen. Mit dem Abriss des Wohnturms am Kreuzschwesternareal starten wir nun ein nachhaltiges Schulprojekt. Auch für Jugendliche werden wir aktiv und werden eine neue Planung für den Skaterpark umsetzen.
Tips: Das heurige Jahr wird noch klar im Zeichen der Corona-Krise stehen. Zwar hat man gelernt, damit umzugehen, dennoch muss alles sehr eingeschränkt verlaufen. Wie wirken sich die aktuelle Krise und die Maßnahmen auf die Arbeit für die Kaiserstadt aus?
Ines Schiller: In Bad Ischl haben wir gelernt, mit der Situation umzugehen, indem wir rasch und gemeinsam agieren. Wir haben einen guten Branchenmix und ein gutes gastronomisches Angebot. Diese Qualität müssen wir erhalten. Gemeinsam wird wieder ein tolles Sommerprogramm auf die Beine gestellt. Die europäische Kulturhauptstadt 2024 ist zudem in der aktuellen Situation einmal mehr ein Glücksfall. Diese ist eine Riesenchance für eine raschere Erholung unseres Wirtschafts- und gesellschaftlichen Lebens, die wir nützen werden. Unsere Stadt war und ist erfolgreich, weil alle Verantwortlichen zusammenarbeiten.
Tips: Was fehlt Ihnen in der aktuellen Krise am meisten?
Ines Schiller: Die Begegnung mit Menschen fehlt besonders. Als Bürgermeisterin sind mir die Bürgernähe, der persönliche Kontakt und das Gespräch besonders wichtig. Auch privat vermisse ich besonders gemeinschaftliche Erlebnisse, sei es im Gasthaus mit Freunden oder bei Veranstaltungen.


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