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BAD ISCHL. Gleich zwei Unterstützer-Gruppen konnte der Bad Ischler Bürgermeisterkandidat Hannes Mathes für seine Bürgerliste gewinnen.

Markus Schiendorfer, Alexander Scheutz, Hannes Mathes und Walter Erla (v. li.) (Foto: Hörmandinger)
Markus Schiendorfer, Alexander Scheutz, Hannes Mathes und Walter Erla (v. li.) (Foto: Hörmandinger)

In einer Aussendung gab Bürgermeisterkandidat Hannes Mathes, der sich bisher als Einzelkämpfer präsentierte bekannt, sowohl mit der ÖVP Bad Ischl als auch mit der neuen Bürgerinitiative „Ischl kann mehr“ zu kooperieren. Es wurden bereits Arbeitsübereinkommen für Bad Ischl abgeschlossen. Selbst Politik-Insider der Kaiserstadt zeigten sich überrascht, als die vereinbarte Zusammenarbeit von Mathes mit der ÖVP Ischl bekannt gegeben wurde. Deren Chef, der Unternehmer und Landwirt Lorenz Müllegger, hat erst vor etwas mehr als zwei Monaten die Führung der Volkspartei in Ischl übernommen. Seine Bilanz über die politische Situation in der Ischler Stadtregierung fällt ernüchternd aus: „Das oft angesprochene „Miteinander“ ist nur eine Worthülse der SPÖ – wer deren Politik nicht zu 100 Prozent mitträgt, wird sehr schnell angefeindet und ausgegrenzt“, berichtet Müllegger über seine Eindrücke in den vergangenen Monaten. „Niemand von uns hat sich in den vergangenen Jahren politisch in Ischl wohlgefühlt, es gab reine SPÖ-Politik und das wollten wir nicht mehr mitmachen“, wird Müllegger mit seiner ÖVP zukünftig neue Wege gehen. „Wir wollen für Ischl arbeiten – unsere Heimatstadt muss zukünftig im Mittelpunkt stehen“, legt sich Müllegger fest und will, dass die „Hinterzimmer-Politik“ im Ischler Rathaus zukünftig der Vergangenheit angehört.

Konstruktive Gespräche mit Hannes Mathes

„Wir verstehen, dass Hannes Mathes lieber für Ischl als für die SPÖ arbeiten will – das ist auch unser Antrieb und deshalb haben wir eine Zukunftspartnerschaft vereinbart“, erklärt Lorenz Müllegger die Beweggründe der Volkspartei. „Wir wurden von Hannes Mathes zu Gesprächen eingeladen und konnten nach intensiver Arbeit eine gute Vereinbarung treffen“, berichtet der VP-Chef. Diese Zukunftspartnerschaft wurde den Gremien der Volkspartei beschlossen und man wird in einer überparteilichen Bürgerbewegung gemeinsam zur Wahl antreten. An der Spitze wird Hannes Mathes als Bürgermeisterkandidat stehen. Dieser freut sich, „dass das Team von Lorenz Müllegger wichtige Impulse für Ischl einbringen wird – es wird eine großartige Bereicherung und eine Zukunftschance für unsere Stadt“, zeigt sich der überparteiliche Bürgermeisterkandidat Hannes Mathes begeistert über die vereinbarte Zusammenarbeit.

„Ischl kann mehr“ kandidiert auf Bürgerliste

Auch mit der Gruppe um Walter Erla, Alexander Scheutz und Markus Schiendorfer gab es in den vergangenen Tagen die entscheidenden Gespräche für die zukünftige Zusammenarbeit mit Hannes Mathes. Erla & Co. wurden bei ihren Treffen mit Bürgern immer wieder dazu aufgefordert, nicht nur als Gesprächspartner für die anderen Bürger-Initiativen zur Verfügung zu stehen, sondern auch voll und ganz in der Ischler Stadtpolitik aktiv zu werden. „Man drängte uns förmlich dazu, Verantwortung zu übernehmen“, berichten die drei Aktivisten. „Und nachdem wir in den vergangenen Wochen auf sehr viele Missstände und Ungerechtigkeiten in der Stadtpolitik aufmerksam gemacht wurden, ist für uns eines klar: wir dürfen die Ischler jetzt nicht enttäuschen, wir müssen an den kommenden Veränderungen mitarbeiten“, sind Erla, Scheutz und Schiendorfer bereit, den Bürgermeister-Kandidaten Hannes Mathes zu unterstützen und mit ihm auf seiner überparteilichen Liste zu kandidieren. Besonders großen Wert legen die Vertreter von „Ischl kann mehr“ auf die Möglichkeit, zukünftig die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger direkt ins Stadtamt und in die entscheidenden Gremien tragen zu können. „Wir sind sicher, dass neue politische Köpfe im Rathaus auch die Bürgerbeteiligung in Ischl ernst nehmen, deshalb die Partnerschaft mit Hannes Mathes und seiner überparteilichen Liste“, so Erla, Scheutz und Schiendorfer.   

Arbeitsplätze, Verkehr und Regionalität

Sowohl für die Volkspartei als auch für „Ischl kann mehr“ gibt es bereits erste konkrete Themen-Schwerpunkte. „Arbeit und Wirtschaft sind die Basis für uns alle – hier haben wir großen Handlungsbedarf, denn da wurde in Ischl in den letzten Jahren sehr viel versäumt“, bedauert Müllegger. So müsse endlich konkret etwas für die Betriebe der Stadt getan werden. Als Beispiele nennt der Wirtschaftsstadtrat eine Entlastung der Wirte im Bereich der Gastgarten-Pacht. „Hier kann ich mir für den heurigen Sommer sehr gut vorstellen, dass die Stadt auf die Vorschreibung verzichtet“, fordert Müllegger. Auch vermisst Müllegger Lösungen für die Parkplatz-Misere in Ischl. „Wie so oft wurde von der Rathausführung eine rasche Lösung angekündigt – geschehen ist in den letzten 8 Wochen nichts“, zeigt sich Müllegger enttäuscht und stellt klar: „Sowohl die Betriebe als auch die Arbeitnehmer brauchen zentrumsnahe Parkplätze, wir werden nicht zulassen, dass jemand aus Ischl ausgesperrt wird und nicht zu seiner Arbeit kommt“. Ganz oben auf der Themenliste steht auch das Thema „Regionalität“. „Unsere Bauern brauchen gute Rahmenbedingungen, um ihre wertvollen Produkte herstellen zu können – deshalb fordere ich die Stadtführung auf: beendet den Widerstand bei der Schlachthof-Sanierung und gebt die nötigen Finanzmittel frei“, betont Müllegger seinen Einsatz für regionale Qualitätsprodukte aus Ischl.

Vereine, Kultur und Bürgerbeteiligung

Für Erla, Schiendorfer und Scheutz muss es auch im Bereich der Kultur- und Vereinsförderungen deutliche Weichenstellungen und Verbesserungen geben „Es ist zu wenig, im Wahljahr Fotos mit Vereinsfunktionären für die Zeitung zu machen, das bringt nichts – die Vereine brauchen neben der  Wertschätzung ihrer kulturellen und sozialen Arbeit für die Gesellschaft gerade jetzt auch die nötige finanzielle Unterstützung“, sind die Köpfe von „Ischl kann mehr“ überzeugt. „Uns muss die einheimische Kulturarbeit deutlich mehr wert sein, es darf nicht sein, dass die Vereine die Corona-Verluste nicht ersetzt bekommen“, setzt sich Erla für seine Kultur-Kollegen ein. Für Walter Erla ist es auch kritisch zu hinterfragen, ob auch zukünftig für einmalige Kultur-Events deutlich mehr Geld ausgegebenen werden soll, als die Kulturvereine gemeinsam an Förderungen bekommen. Ischler Schulen, Vereine und Veranstalter benötigen auch dringend weitere Informationen und Hilfestellungen für ihre Einreichungen zur Kulturhauptstadt 2024, ihre Projekte müssen intensiver unterstützt und ihre Nachhaltigkeit für die Ischler in Folge spürbar werden. Einig sind sich die neuen Partner auch darüber, dass sich der neue Stadt- und Gemeinderat viel mehr mit den Anliegen der Bürger beschäftigen muss.

Viel Zuspruch aus der Bevölkerung und aus den Vereinen

Das Team von Hannes Mathes wächst und zahlreiche Kandidaten stehen bereit für die Kandidatur auf der überparteilichen Gemeinderatsliste. „Damit sind wir sehr zufrieden“, so der Bürgermeisterkandidat für Ischl. „Es stehen jedoch noch viele Gespräche mit interessierten Unterstützern im Terminkalender“, berichtet Mathes über den regen Zulauf von zukünftigen Partnern für sein politisches Erneuerungsprojekt in der Kaiserstadt.


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