„Hotel ist für Gmunden notwendig“
GMUNDEN. Die geplante Errichtung von Parkplätzen im Bereich des Toskana-Areals schlägt hohe Wellen. Dabei seien jedoch unrichtige Plandarstellungen im Umlauf, betonten Vertreter der Stadtpolitik in einer Pressekonferenz.

Bislang wurden ein Bürgerantrag und eine Online-Petition gegen den Parkplatz eingebracht. Ziel ist der Erhalt des Auwaldes neben dem bestehenden Toskana-Parkplatz. „Viele haben die Fehlinformation, dass die gesamte Fläche gerodet werden soll, es handelt sich aber nur um ein Drittel davon“, betont Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP). Der 227 Stellplätze fassende Parkplatz sei für das Hotel unbedingte Voraussetzung, und ein solches – zumal in der Kategorie 4 Stern plus – für Gmunden dringend notwendig, erinnert Krapf an die langjährigen entsprechenden Bemühungen.
Anstelle des Parkplatzes wird von manchen eine Parkhauslösung gefordert. Dagegen spreche jedoch die Bodenbeschaffenheit, erklärt Vizebürgermeister und Stadtentwicklungsreferent Wolfgang Schlair (ÖVP). Die tragfähige Erdschicht liege in dem einstigen Moor in mehr als zehn Metern Tiefe. Der Bauaufwand, die Kosten und die Umwelteingriffe bei dieser Lösung wären „ein Fass ohne Boden“. Laut Plänen soll ein Großteil der Parkplätze durchlässig als Schotterrasen ausgeführt werden. Die asphaltierte Kernzone wird mit einer PV-Anlage überdacht. Der alte FAST-Parkplatz wird wieder aufgeforstet, Naturschutz und Forstbehörde sind in das Projekt involviert.
Baustadtrat Reinhold Kassmannhuber (BIG) verweist auf Eigentumsverhältnisse und die seit den 1970er Jahren bestehende Flächenwidmung als Bauland und Verkehrsfläche: „Der Besitzer, die Bundesimmobiliengesellschaft, kann hier ohne weitere Umwidmung durch die Stadt einen Parkplatz errichten. Wer Planungsänderungen möchte, muss Petitionen in erster Linie an die Errichtungsgesellschaft adressieren.“
Wer genau hinter dieser steht, wurde bislang jedoch noch nicht öffentlich bekannt.


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