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KIRCHHAM. Von der Schulsanierung bis zur Nahversorgung: In Kirchham tut sich einiges, wie Bürgermeister Ingo Dörflinger im Tips-Interview erzählt. 

Bürgermeister Ingo Dörflinger (Foto: ÖVP)
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Tips: Der Ausbau bzw. die Sanierung von Schule und Kindergarten geht nun bald in die Umsetzung. Können Sie hier einen konkreten Zeitplan nennen?

Bürgermeister Ingo Dörflinger: Derzeit ist die fünfte Kindergartengruppe provisorisch im Bewegungsraum untergebracht. Zu Ostern nächstes Jahr startet die Erweiterung des Kindergartens um einen zusätzlichen Gruppen- und einen Bewegungsraum – denn ab fünf Gruppen ist ein zweiter Bewegungsraum vorgeschrieben. Sobald der Zusatzraum fertig ist, werden die Gruppen vom Altbau Schritt für Schritt erneuert – die Gruppen übersiedeln dann jeweils in diesen Raum. Diese Arbeiten sollen zu Beginn des Kindergartenjahres 2022/23 abgeschlossen sein. Mit der Schulsanierung beginnen wir zu Schulende 2022. Danach werden bis zu sieben Schul- und zwei Betreuungsklassen Platz haben. Auch die Bibliothek wird neu errichtet und ein zusätzlicher Gymnastikraum, der auch – etwa bei der Damen- und Kindergymnastik – die Sporthalle entlasten wird. Die Sporthalle selbst bleibt vom Umbau unberührt und kann die ganze Zeit über genutzt werden. Die Fertigstellung ist geplant für den August 2023, während des Umbaus wird es eine Containerlösung in unmittelbarer Nähe zur Schule geben. Die Kosten für das gesamte Projekt – Kindergarten und Schule – liegen bei rund 3,5 Millionen Euro, knapp die Hälfte trägt die Gemeinde.

Tips: Ein anderes Bauprojekt ist bereits abgeschlossen: die Bahnstation Kirchham-Sportplatz samt Park and Ride-Anlage. Wie hoch sind hier die Kosten für die Gemeinde?

Dörflinger: Die Gemeinde hat hier rund 100.000 Euro investiert, das Projekt wurde in Kooperation mit Stern & Hafferl und dem Umweltressort des Landes OÖ umgesetzt. Wir haben nun einerseits Parkmöglichkeiten für Aktivitäten unserer Dorfgemeinschaft und gleichzeitig ein attraktives Angebot für Benützer der Traunseetram – auch in Richtung der Kulturhauptstadt.

Tips: Ein wichtiges Thema im Ort ist die Zukunft der Nahversorgung. Was tut sich hier?

Dörflinger: Sabine Riedler hat ihr Geschäft in Kirchham geschlossen und konzentriert sich auf ihren Standort in St. Konrad. Die Gemeinde ist intensiv auf Nachfolgersuche – es laufen vielversprechende Gespräche. Gleichzeitig überlegen wir uns natürlich auch einen Plan B, um der Bevölkerung auf alle Fälle ein Lebensmittelgeschäft anbieten zu können. Etwa in Form eines verkäuferlosen Geschäfts mit umfangreichem Sortiment. Insgesamt ist die Situation in Kirchham sehr gut: Wir haben mit Fleischer, Bäcker, drei Wirtshäusern und einer Tankstelle ein gutes Gesamtpaket, das die Gemeinde auch sehr unterstützt.


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