Ressortverteilung in Ischl bringt Überraschungen
BAD ISCHL. Politische Beobachter in der Kaiserstadt sprechen von handfesten Überraschungen, wenn sie einen Blick auf das Ergebnis der Ressort-Verhandlungen werfen.

Mit den Geschäftsgruppen Finanzen, Bildung, Bau, Jugend und dem Vereinswesen kommt ein Großteil der ehemaligen SPÖ-Ressorts zukünftig in den Verantwortungsbereich der Liste Zukunft Ischl. Besonders überraschend war für Teilnehmer der Verhandlungen, dass das seit Jahrzehnten in SP-Hand befindliche Finanzressort der Liste Zukunft Ischl übertragen wurde. „Damit hat die Bürgermeisterin die zentrale Gestaltungsmöglichkeit in einer Stadt aus der Hand gegeben – es gibt kaum eine Gemeinde, wo die Finanzen nicht beim Stadtoberhaupt angesiedelt sind“, so Insider der Ischler Polit-Szene.
Zukunftsressorts in guten Händen
„Wir sind angetreten für unsere Stadt zu arbeiten – als stärkste Gemeinderats- und Stadtratsfraktion wollen wir aber nicht nur die starken Ressorts mit den größten Gestaltungsmöglichkeiten zu übernehmen, sondern auch die wichtigen Zukunftsthemen aktiv mitgestalten“, freut man sich bei der Liste Zukunft Ischl über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Auch die wichtigen Zukunftsressorts Digitalisierung, Stadtentwicklung, Kinderbetreuung und Regionalität (Landwirtschaft) werden vom Stadtrats-Team rund um den neuen Bürgermeister-Stellvertreter Hannes Mathes in den kommenden sechs Jahre verantwortet.
Kultur und Wirtschaft zukünftig bei Rot und Grün
„Leider haben wir uns bei der Vergabe der Ressorts Wirtschaft, Tourismus und Kultur nicht durchsetzen können“, berichtet Mathes. Man akzeptiert diese demokratische Entscheidung natürlich und wird sich auch in diesen Ausschüssen aktiv einbringen.
Erste Schwerpunkte bereits für Gemeinderat vorbereitet
Wie bereits angekündigt, wird ISCHL drei Schwerpunkte vorrangig angehen. „Wenn wir in eine gute Zukunft gehen wollen, muss die Vergangenheit ordentlich aufgearbeitet werden“, stellt Mathes fest und nennt erneut die Themen „Kassasturz“, „Statusbericht bei Großprojekten“ und „Baurechtsvertrag Hotel“, die einer Überprüfung durch Experten unterzogen werden müssen. Hier kann Mathes bereits auf die Unterstützung anderer Parteien zählen, wünscht sich jedoch, „dass diese Überprüfungen einstimmig beschlossen werden“. Es müsse im Interesse aller Gemeinderäte liegen, dass nur ohne Belastungen aus früheren Jahren an einer guten Zukunft für Ischl gearbeitet werden kann, so Bürgermeister-Stellvertreter Mathes abschließend.


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