Sorgen wegen Sickerwasserleitung
OHLSDORF. Jene Deponie, aus der aus einigen Jahren Schadstoffe das Grundwasser in Ohlsdorf und anderen Gemeinden verunreinigten, sorgt erneut für Unruhe.

Nach ihrer 2014 erfolgten Schließung wird die Deponie derzeit saniert. Noch vorhandene Sickerwässer werden vor Ort mit Aktivkohlefilter gereinigt, danach bringt sie ein Lkw in eine Kläranlage am anderen Traunufer. Eine neue Sickerwasserleitung soll diese gereinigten Abwässer offenbar künftig direkt in die Traun ableiten.
Eine Bewilligung für den Betrieb der Anlage gebe es noch nicht, dennoch hätten die Bauarbeiten bereits begonnen, so die Kritik der Ohlsdorfer Grünen. Auch Umweltanwalt Martin Donat verweist gegenüber den OÖN auf das noch ausstehende wasserrechtliche Genehmigungsverfahren. Der Leitungsbau selbst wurde von der Abfallwirtschaftsbehörde jedoch bereits genehmigt – in einem vereinfachten Verfahren, in dem die Gemeinde keine Parteistellung hatte, allerdings Einwände vorbrachte.
Bei der Gemeinde liegen derzeit noch keine Details zum geplanten Projekt vor, so Bürgermeisterin Inés Mirlacher (SPÖ) auf Nachfrage. Eine entsprechende Information der Gemeindeführung soll, so das Versprechen der Landesregierung, umgehend erfolgen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden