Gmunden reaktiviert sein Flüchtlings-Hilfsnetzwerk
GMUNDEN. Mit Hochdruck laufen derzeit die Koordinationsarbeiten für die Aufnahme und Unterstützung von Ukraine-Flüchtlingen, erste Familien wurden bereits im Sportzentrum untergebracht. „Es ist wichtig, dass wir diese Aufgabe nicht nur Bund und Ländern überlassen“, betont Bürgermeister Stefan Krapf. Er zeigt sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen, so haben Schüler des BRG Schloss Traunsee mit einem Kuchenverkauf Spenden von über 1.000 Euro lukrieren.

In einer spontanen Initiative organisierten die Maturaklassen des BRG Schloss Traunsee mit Unterstützung der Stadtgemeinde einen Kuchenverkauf auf dem Wochenmarkt. Das Geld - mehr als 1.000 Euro - wird für die Ukraine zur Verfügung gestellt.
Erste Flüchtlinge sind angekommen
Bürgermeister Stefan Krapf zeigt sich von dieser und ähnlichen Initiativen beeindruckt. In der Stadtgemeinde selbst wird derzeit die 2015 ins Leben gerufene Plattform „Willkommen in Gmunden“ wieder aktiviert. Neben der Unterbringung der Flüchtlinge - die ersten beiden Frauen mit ihren Kindern haben bereits vorübergehend Platz in den gemeindeeigenen Sportlerwohnungen des Sportzentrums gefunden - sollen auch Sprachkurse, Unterricht, Kinderbetreuung und mehr organisiert werden.
„Gute Koordination und Abstimmung“
Gleichzeitig wird auf politischer Ebene ein Koordierungsgremium Ukraine/Humanitäres Gmunden auf die Beine gestellt. „Es ist wichtig, hier zielgerichtet zu helfen und alles gut zu organisieren“, betont Krapf. Vertreter aller Fraktionen, Referenten aus den Bereichen Kindergarten/Bildung, Wohnen, Sicherheit und Soziales/Integration sind in dem Gremium ebenso vertreten wie Rotes Kreuz, Feuerwehr, Sicherheitskräfte, Sozialmarkt und Bezirkshauptmannschaft. Auch Serviceclubs und Pfarren sind zu einem Treffen eingeladen, bei dem die Hilfe für die geflüchteten Menschen organisiert wird.
Kontaktdaten werden bekannt gegeben
In Folge werden konkrete Ansprechpartner bekannt gegeben, an die sich alle wenden können, die die Flüchtlingshilfe konkret unterstützen wollen. Viele hätten ihre Hilfsbereitschaft bereits gezeigt - so wie die engagierten BGR-Maturanten. „Die Hilfsbereitschaft der Gmundner beeindruckt mich tief“, betont auch Bürgermeister Stefan Krapf, und weiter: „Das Thema wird uns über längere Zeit hin beschäftigen, wir wollen als Kommune proaktiv auf kommunaler Ebene helfen.“


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