Bald Tempo 40 in ganz Gmunden
GMUNDEN. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gmundner Gemeinderat die flächendeckende Einführung von Tempo 40 im Stadtgebiet. Ausgenommen sind Bereiche, in denen jetzt schon Tempo 20 oder 30 gilt.

Hintergrund der Maßnahme waren zunehmende Beschwerden aus der Bevölkerung über die massive Belastung durch den Verkehr, wie Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) betont.
Gutachten empfiehlt Tempo 40
Zur bestmöglichen Lösung der heiklen Frage gab der Verkehrsausschuss im Vorfeld der Entscheidung ein verkehrstechnisches Gutachten in Auftrag. Dieses empfiehlt eindeutig eine Temporeduktion – auch aus Gründen der Verkehrssicherheit. Immerhin ereignet sich ein Großteil der Unfälle im Stadtgebiet auf Durchzugsstraßen, in denen 50 km/h erlaubt sind. In fast der Hälfte der Fälle sind Fußgänger oder Radfahrer vom Unfall betroffen.
Neben einer Reduktion des Unfallrisikos und der Verletzungsschwere sprächen auch die Lärmreduktion und ein gleichmäßigerer Verkehrsablauf (weniger Brems- und Beschleunigungsvorgänge) für eine Temporeduktion, so die Gutachter.
Der Gemeinderat folgte der Empfehlung mit breiter Mehrheit, lediglich Freiheitliche und ein Neos-Mandatar stimmten gegen Temporeduktion. FPÖ-Fraktionsobfrau Dina Fritz verwies bei ihrer Ablehnung auf die Eigenverantwortung der Autofahrer. Das eigentliche Problem seien nicht die 50 km/h sondern einzelne Raser, so Fritz.
Start im Frühling
Umgesetzt werden soll die Tempodrosselung im Lauf des Frühjahrs. Als Begleitmaßnahmen werden unter anderem die Durchzugsstraßen „optisch verengt“, etwa durch eine breitere Randlinie wie Reinhold Kassmannhuber, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses, erklärt. Da Autofahrer ihr Fahrverhalten unbewusst an die Verhältnisse anpassen soll dies zu einer automatischen Temporeduktion führen. Zudem soll die Geschwindigkeit auch überwacht werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden