Delegation aus Gmunden bei Pädagoginnen-Demo in Linz
BEZIRK GMUNDEN/LINZ. Unter dem Motto „Wir lassen nicht locker - #unszreißts!“ protestierten am 29. März 2022 rund 2000 Beschäftigte der Elementarpädagogik vor dem Linzer Landhaus, um ihren Unmut über die unzumutbaren Arbeitsbedingungen in diesem Bereich kundzutun. Darunter auch viele MitarbeiterInnen aus den Kindergärten, Horten und Krabbelstuben im Bezirk Gmunden.

Gewerkschaften, BetriebsrätInnen und Beschäftigte zeigten am Dienstag, den 29.März auf der Kundgebung, dass sie Berechtigtes fordern und gegebenenfalls weitere Schritte setzen werden. Bereits seit letzten Sommer warten sie auf einen Verhandlungstermin mit Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander, der sie im Jänner dieses Jahres auch eine Petition mit über 6.000 Unterschriften übergeben hatten.
„Die KollegInnen in der Kinderbildung und -betreuung tragen sehr hohe Verantwortung und arbeiten unter schwierigsten Bedingungen. Es braucht dringend eine angemessene Bezahlung und mehr Personal. Der immer öfter überhandnehmende Notbetrieb ist eine Katastrophe für die Beschäftigten. Die hohen Belastungen sind so einfach nicht mehr verkraftbar“, ist ÖGB-Vorsitzender des Bezirkes Gmunden, Werner Leitner überzeugt davon, dass das System nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann.
Eine faire Entlohnung würde auch den Beruf wieder attraktiver machen, denn es ist mittlerweile sehr schwierig, MitarbeiterInnen zu finden. „Wir brauchen dringend eine Ausbildungsoffensive, damit wir die offenen Stellen endlich besetzen können. Für ein attraktives Ausbildungsangebot braucht es aber besonders für WiedereinsteigerInnen eine finanzielle Sicherheit mit angemessenen Gehältern,“ ist auch ÖGB-Regionalsekretär Dominik Gessert überzeugt.


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