Trotz vieler Hürden heute der beste Spenglerlehrling des Landes
LAAKIRCHEN. Vor wenigen Wochen errang Daniel Emnik Platz eins bei der Landesmeisterschaft der Spenglerlehrlinge. Für seinen Weg zum Lehrabschluss mussten Emnik und sein Lehrherr Max Fürtbauer einige Hürden überwinden.

Als junger Flüchtling kam Daniel Emnik 2015 nach Österreich. Allein. Zuvor war er aus Afghanistan in den Iran geflüchtet, nachdem sein Bruder getötet, er selbst schwer verletzt worden war. Aufgrund der damals geltenden Ausnahmeregelung konnte er bei der Fürtbauer Spengler- und Dachdecker GmbH in Lindach beginnen. Lehrherr Max Fürtbauer war von Anfang an sehr zufrieden: „Daniel arbeitete im Iran schon als Goldschmied, konnte deshalb von Beginn an gut mit Metall umgehen und ist ein extrem talentierter und fleißiger Handwerker“, so der Ausbildner. So setzte er sich auch intensiv für seinen Lehrling ein, als diesem 2018 die Abschiebung drohte, seit zwei Jahren steht fest, dass Daniel Emnik im Land bleiben darf.
Dem Lehrling selbst – er bereitet sich gerade auf die Lehrabschlussprüfung vor – gefällt an seiner Arbeit ganz besonders, dass jedes Werkstück individuell ist und immer verfeinert wird, „vielleicht wie beim Kochen“.
Ausgezeichnete Qualität und stetige Verbesserungen sind dem jungen Handwerker ein besonderes Anliegen – und brachten ihm auch den Landesmeister-Titel ein. Im September folgt der Bundesbewerb in Hallein – mit Chance auf die Weltmeisterschaft.
Speziell trainiert wird nur wenig: „Da wir in seiner Lehrzeit viele außergewöhnliche Projekte machen durften – unter anderem Ferienhort Sankt Wolfgang, Schloss Ebenzweier oder Altes Rathaus Salzburg – lernte er das meiste direkt am Dach“, erzählt Lehrherr Max Fürtbauer.


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