Weniger Tempo im Wohnbau
PINSDORF. Von der Schulerweiterung bis zur Auszeichnung für die Lesewelt Pinsdorf: Tips hat mit Bürgermeister Jürgen Berchtaler über aktuelle Themen gesprochen.

Tips:Ein großes Projekt ist die Schulsanierung: Wie ist hier der aktuelle Stand?
Bürgermeister Jürgen Berchtaler: Wir haben drei Bauphasen. Die erste und kritischste war es, den alten Dachstuhl zu entfernen und ein neues Stockwerk in Holzbauweise darauf zu stellen. Zusätzlich sind in den bestehenden Stockwerken weit über 100 neue Heizkörper angebracht und viele Leitungen verlegt worden. Im Erdgeschoss ist in den Klassen die Grundsanierung abgeschlossen. Der Schulstart fand durch die Arbeiten heuer eine Woche später als üblich statt – was auch so geplant war. Aktuell, in Phase zwei, werden im neu errichteten Stockwerk die lärmärmeren Arbeiten im Innenausbau umgesetzt, bevor in den nächsten Sommerferien parallel die Phase drei – die Sanierung des ersten Obergeschosses – stattfindet. Die Sanierung der Volksschule ist mit nächstem Schulanfang abgeschlossen.
Tips:Wann sind die Bauprojekte der ÖBB beendet?
Berchtaler: Aktuell ist der Knoten Haidach in Arbeit, der die Schließung von drei Bahnübergängen kompensieren soll und zusätzlich einseitig eine bessere Anbindung an die B145 bringt. Die Arbeiten sollen noch heuer abgeschlossen werden. Im Anschluss folgt nächstes Jahr der Park&Ride-Parkplatz, danach der Bahnhof.
Tips:In den letzten Jahren wurde in Pinsdorf auch viel Wohnbau betrieben. Das soll nun weniger werden?
Berchtaler: Wir werden den Wohnbau zurückfahren, die Infrastruktur muss jetzt nachwachsen. In den letzten 20 Jahren ist Pinsdorf um 20 Prozent größer geworden. Unser Ziel über alle Fraktionen hinweg ist es, den Bauboom zu beenden und ein liebens- und lebenswerter Ort zu bleiben. Jene Projekte, die derzeit umgesetzt werden, beruhen noch auf bestehenden Widmungen und Beschlüssen aus der Vergangenheit.
Tips:Ein besonders erfolgreiches Projekt der letzten Jahre ist die Lesewelt Pinsdorf, die nun mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
Berchtaler: Bei der Inklusionspreisgala der Lebenshilfe Österreich hat das Theaterstück „Bibbi und Bobbo“ von der Lebenswelt Pinsdorf den ersten Platz für Oberösterreich bekommen. Pinsdorf ist insgesamt sehr familienorientiert: Wir haben Platz für Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen und für Ältere. Aktuell wurden die wichtigsten Stationen wie Ärzte, Schule, Kindergarten und Nahversorger mit Gebärden-Schildern ausgestattet. Schon längere Zeit haben die Kinder in der Volksschule regelmäßig ein paar Stunden Gebärdensprache. Ein Zeichen für diese Verbundenheit ist auch der „Freundeweg“, der Volksschule, Kindergarten und Lebenswelt Pinsdorf verbindet.


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