„Viele Spitzenmanager haben ihre Karriere mit einer Lehre begonnen“
BEZIRK GMUNDEN. Der Arbeitskräftemangel ist derzeit das Top-Thema in der Wirtschaft. Auch im Bezirk steigt die Nachfrage nach ausgebildetem Personal deutlich.

„Die Tatsache, dass geburtenschwache Jahrgänge jetzt ins arbeitsfähige Alter kommen und diese aber immer häufiger eine höhere Schule als einen Lehrberuf wählen, verschärft die Situation“, erklärt Martin Ettinger, Obmann der WKO Gmunden. „Die Zeiten, an denen wir im Bezirk an der 2.000-Lehrlinge-Grenze kratzten, sind wohl vorbei“, führt er fort und sieht aber zugleich die Talsohle bei den Lehrvertragsanmeldungen erreicht. „Unsere zahlreichen Aktivitäten scheinen langsam zu greifen, aber es dauert noch eine Weile, bis es in den Köpfen der Menschen ankommt, dass ein Lehrberuf fast eine Jobgarantie ist“, meint Ettinger. Insgesamt können über 160 Lehrberufe und Lehrberufskombinationen in der Region erlernt werden. Derzeit gibt es 1.531 Lehrlinge, die in 438 Betrieben eine Lehre absolvieren.
Zu den häufigsten Lehrberufen im Bezirk zählen Prozesstechniker, Metalltechniker-Maschinenbau, Koch und Bürokaufmann. Dominieren bei den Mädchen die Lehrberufe Bürokauffrau, Einzelhandel (Schwerpunkt Lebensmittelhandel) und Friseurin, so sind es bei den Burschen die technischen Berufe (Prozess-, Metall-, Installationstechnik). „Es gibt viele Spitzenmanager, die mit einem Lehrberuf ihre Karriere begonnen haben“, weiß Obmann Ettinger und setzt auf Information. Mit diversen Projekten in den Schulen, der Lehrlingsmesse oder der Job-Rallye will er eine Trendumkehr erreichen.
www.regionaljobs.at ist die regionale Job-Plattform der Wochenzeitung Tips. Die aktuellen Jobs im Bereich Ausbildung/Lehrstellen finden Sie hier: https://regionaljobs.at/beschaeftigungsart/ausbildung


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