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KIRCHHAM. Von der Schulsanierung bis zum Faschingsstart: Tips hat mit Kirchhams Bürgermeister Ingo Dörflinger über aktuelle Themen in der Gemeinde gesprochen.

Gemeinde Kirchham (Foto: Jungwirth)
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Tips:Wie läuft – in Anbetracht der aktuellen Lage – die Schulsanierung?

Bürgermeister Ingo Dörflinger: Es handelt sich dabei um das größte Projekt, das es in Kirchham je gegeben hat, mit einem Umfang von 4,4 Millionen Euro. Wir sind aktuell im Zeit- und im Finanzplan, was nicht selbstverständlich ist. Bei Sanierungen kann es ja immer unerwartete Probleme geben oder Schwierigkeiten bei der Abstimmung zwischen den Firmen. Wir haben aber glücklicherweise zwischen der Bauleitung, Herrn Kogler, und dem Amtsleiter eine sehr gute Kommunikationsebene. So konnten wir zum Beispiel mit Unterstützung der Firma Amering auch rasch Probleme mit undichten Containern lösen, die mit einem Dach versehen wurden. Insgesamt gab es einen gewissen zeitlichen Druck, weil die Lehrer und Kindergartenpädagoginnen schon vorher in ihre Räumlichkeiten mussten – ich möchte mich hier ausdrücklich für ihr Verständnis bedanken. Der Abschluss ist weiterhin für August 2023 geplant. Es gab Preissteigerungen um 1,2 Millionen Euro, daher gab es auch vor dem Sommer noch ein Nachtragsbudget. Die Alternative wäre eine Verschiebung von Teilen des Projekts gewesen – das wäre aber kontraproduktiv, denn uns ist ja wichtig, die Kinder gut unterzubringen.

Tips:Zum neuen Gesundheitszentrum Salvida gibt es derzeit noch keinen Fußweg von der Bahnlinie aus. Wann soll es losgehen?

Ingo Dörflinger: Es ist toll, dass das gemacht worden ist, Salvida ist ein österreichweit einzigartiges Vorzeigeprojekt. Wir haben hier eine hausärztliche Versorgung, Therapeuten, Fachärzte, Psychotherapeuten, ein chirurgisches Tagesklinikum – vieles davon auf Wahlarztbasis – und auch eine Apotheke. Das sichert die Versorgung in der Zukunft. Um die Erreichbarkeit und Sicherheit zu steigern, wird im Frühjahr für alle, die mit der Bahn anreisen, ein Gehweg angelegt.

Tips:Kirchham hat in den letzten Jahren viel für die Nachhaltigkeit getan. Beteiligt man sich auch an den aktuellen Energiespar-Maßnahmen?

Ingo Dörflinger: Der Gemeinderat hat auf meinen Vorschlag und auf den des Umweltausschusses beschlossen, um 22.30 Uhr die Straßenbeleuchtung abzuschalten, ausgenommen Landesstraßen und Fußgängerübergänge. Allerdings ist der Großteil ohnedies bereits auf LED umgestellt – übrigens auch die Außenbeleuchtung der Kirche. Allgemein haben wir zum Beispiel beim Neubau von Feuerwehrhaus und Bauhof PV-Module eingebaut. Mit diesen zusätzlichen 44.000 kWh produzieren wir jährlich 64.000 kWh Energie und können so 36 Prozent des Strombedarfs der Gemeindebetriebe selbst decken. Was es aber trotz allem sicher geben wird, ist ein beleuchteter Christbaum im Ortszentrum. Das ist etwas, das für viele wichtig ist und auf das sich viele freuen.

Tips:Auch Sie persönlich?

Ingo Dörflinger:Das ist auch mir wichtig, Traditionen sollte man beibehalten. Worauf ich mich übrigens noch freue – schon etwas früher –, ist die „Erstürmung“ des Gemeindeamtes durch das Faschingskomitee und das neue Prinzenpaar am 11. November. Denn im nächsten Fasching, genauer gesagt am Faschingssonntag, wird Kirchham mit dem großen Faschingsumzug wieder zur Faschingshauptstadt des Landes.


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