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Volkshilfe Salzkammergut zum Tag der Arbeitslosen: Auch 1350 sind noch zu viel

Daniela Toth, 05.05.2023 09:25

BEZIRK GMUNDEN. Zum traditionellen „Tag der Arbeitslosen“ am Vorabend des 1. Mai forderte die Volkshilfe Salzkammergut eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens. Zu viele arbeitslose Menschen seien von Armut betroffen, so die Volkshilfe in einer Aussendung.

Fritz Feichtinger verteilte am Wochenmarkt in Bad Ischl gemeinsam mit weiteren Mitgliedern vom Vorstand der Volkshilfe Salzkammergut und der SPÖ „Arbeitslose“. (Foto: VH Salzkammergut)

Die Volkshilfe Salzkammergut machte zum Tag der Arbeitslosen am 30. April auf die prekäre Situation von vielen arbeitssuchenden Menschen aufmerksam. Für Fritz Feichtinger als Vorsitzenden der Volkshilfe Salzkammergut „ist es unverständlich, warum die Regierung im Bereich des Arbeitsmarktes so wenig Akzente setzt. Ende März waren im Bezirk Gmunden immer noch rund 1350  Menschen arbeitslos, viele leben an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Für sie ist eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent des letzten Einkommens eine Frage des menschenwürdigen Lebens. Denn angesichts der Teuerungsraten können vor allem Geringverdiener*innen nicht von 55 Prozent ihres letzten Gehalts leben.“

Aber es fehlen auch weitere Maßnahmen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. „Es braucht immer noch mehr Anstrengungen, auch langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist enorm, durch Schulung und Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen ist hier ein menschliches Potenzial zu heben. Und für jene, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht in ein Normalarbeitsverhältnis vermittelbar sind, braucht es eine Jobgarantie und damit das Recht auf einen Platz in einem geregelten, menschenwürdigen zweiten Arbeitsmarkt“, so Feichtinger.


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