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EBENSEE/GMUNDEN. Seit Anfang April ist in Österreich erstmals ein Mobility Vectron Dual Mode im kommerziellen Betrieb unterwegs. Die Hybrid-Lok mit Diesel- und Stromantrieb fährt auf der Strecke Gmunden-Ebensee im so genannten Hatschekverkehr, der von Stern & Hafferl Verkehr betrieben wird.

Der Vectron Dual Mode ist seit wenigen Wochen für Stern & Hafferl im so genannten Hatschekverkehr zwischen Gmunden und Ebensee im Einsatz. (Foto: Siemens Mobility / Günter Neumann)

Selbst auf der verhältnismäßig kurzen Strecke zwischen Gmunden und Ebensee zeigen sich laut Stern & Hafferl klare Vorteile: Bei geringen Wartungskosten steht eine hohe Fahrzeugleistung von 2.400 kW (mehr als 3.200 PS) in beiden Betriebsmodi Elektro und auch Diesel zur Verfügung.

Im Zuge der ersten Fahrten wurde der unkomplizierte Umschaltprozess zwischen den beiden Betriebsmodi als sehr positiv bewertet. Die Erstfahrt fand mit Stern & Hafferl CEO Günter Neumann sowie weiteren Vertretern von Stern & Hafferl, RCA und Siemens Mobility statt. Der Betriebsaufnahme gingen zahlreiche Gespräche mit Vertretern von ÖBB-Infrastruktur, Rail Cargo Austria und BMK voran.

Beitrag zum Umweltschutz

Der Vectron Dual Mode ist ein konkreter Beitrag zu mehr Umweltschutz: Dieseltriebfahrzeuge legen in Österreich durchschnittlich etwa 60 bis 80 Prozent ihrer Fahrt auf elektrifizierten Strecken zurück. Hier genau setzt die Strategie von Stern & Hafferl Verkehr an. Auf allen elektrifizierten Strecken wird der Vectron Dual Mode elektrisch betrieben. Nur dort, wo es aufgrund der fehlenden Infrastruktur nötig ist, wird der Verkehr mit dem Dieselantrieb abgewickelt. Aber auch in diesem Betriebsmodus ist das Fahrzeug sehr umweltfreundlich, da durch die Verwendung einer Abgasrückführungsanlage auf das Einspritzen von Harnstoffen zur Abgasnachbehandlung verzichtet werden kann.

Wirtschaftliche Vorteile

Modularisierte Gleichteile wie Frontend, Führerraum, Bremsausrüstung und Leittechnik sichern eine einheitliche Bedien- und Steuerbarkeit sowie optimierte Life Cycle Kosten. Langes Rangieren oder Umspannen sowie das wirtschaftlich teure Vorhalten von Loks auf Zwischenbahnhöfen nur für den letzten Streckenabschnitt entfällt. Weiters zeichnet sich der Vectron Dual Mode durch seine flexible Einsatzfähigkeit, sowie eine hohe Flottenhomogenität aus, was interne Effizienzgewinne bei Mitarbeiterschulungen, Wartungskosten und weiteren Kostenfaktoren zur Folge hat.


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