Heide und Haas wollen EU-Förderungen in die Region bringen
BAD ISCHL/BAD GOISERN. Europaabgeordneter Hannes Heide (SP) und Landtagsabgeordneter Mario Haas (SP) sehen Aufholbedarf der EU in OÖ bei Transparenz und Information und fordern eine starke und zielführende Regionalentwicklung.

„Es reicht nicht, nur von der Stärkung des ländlichen Raums zu sprechen. Wir brauchen in Oberösterreich endlich eine starke und zielführende Regionalentwicklung“, stellt Landtagsabgeordneter Mario Haas (SP) klar. Die europäische Regionalpolitik ist das Herzstück der Europäischen Union. Für Österreich stehen in dieser Periode über 1 Milliarde Euro an Regionalförderungen zur Verfügung, die von Bundesstellen und den Bundesländern vergeben werden. Besonders Forschung, Innovation und Investitionen für kleinere und mittlere Unternehmen, aber auch Umweltprojekte, nachhaltiger Tourismus und die Belebung von Ortskernen stehen im Fokus. Die Europäische Union gibt hierzu die Richtung vor, die Umsetzung und die Vergabe erfolgen dann allerdings in den Mitgliedsstaaten.
Förderungen nach klaren Kriterien vergeben
Die EU-Förderprogramme sind vielfältig: EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung), JTF (Fonds für den gerechten Übergang) und INTERREG (grenzübergreifende Zusammenarbeit) sowie LEADER stehen zur Verfügung. Der oberösterreichische Europaabgeordnete Hannes Heide (SP) und Landtagsabgeordneter Haas sind sich einig: „Um möglichst viele Gemeinden zu erreichen, braucht es mehr Transparenz und Information über EU-Förderungen sowie klare Kriterien für die Vergabe dieser finanziellen Mittel, die so viel im ländlichen Raum bewegen können. Hier herrscht in Oberösterreich großer Aufholbedarf.“
EU-Geld fließt in den ländlichen Raum
Ein guter Partner könne hier die Europäische Union sein. Europaabgeordneter Hannes Heide zeigt die Möglichkeiten seitens der Europäischen Ebene auf: „Die meisten EU-Regionalförderungen fließen in den ländlichen Raum. Diese werden nicht von den Bürokraten in Brüssel vergeben, sondern in den Mitgliedsstaaten, vor allem in den Bundesländern. Gerade in Oberösterreich ist aber vielfach zu wenig bekannt, wo diese Gelder hinfließen und vor allem nach welchen Kriterien.“


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