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BAD ISCHL. Vergangenen Donnerstag tagte der Ischler Gemeinderat zum letzten Mal vor dem Sommer. 28 Tagesordnungspunkte standen dabei am Programm, etwa der lang ersehnte Beschluss für den Jugendrat.

Der Gemeinderat tagte ein letztes Mal vor dem Sommer. (Foto: Privat)
Der Gemeinderat tagte ein letztes Mal vor dem Sommer. (Foto: Privat)

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr tagte der Ischler Gemeinderat vergangenen Donnerstag. Neben Baulärm und stickiger Luft war der Abend von einer gewissen Harmonie geprägt, die so in dieser Legislaturperiode noch nie zu sehen war.

Ein wichtiges Thema war die Umwidmung des San Marco Areals in Kaltenbach. Grüne-Stadtrat Martin Schott betonte die Vorteile der Bebauung, einschließlich einer Straßen- und Gehwegverbreiterung sowie eines barrierefreien Zugangs zum Sisi Park. Bürgermeisterin Ines Schiller (SP) betonte den größten Vorteil: die Errichtung des Primärversorgungszentrums (PVE), das die Besetzung der lang ausgeschriebenen Kinderarzt-Stelle ermögliche. Schiller betonte, dass „keine neue Fläche umgewidmet“ werde, sondern bereits Bauland genutzt werde. Sie freue sich darüber, dass „nicht wieder ein Gebäude mitten in der Stadt zusammenfällt“, sondern etwas Neues entsteht.

Kinderbetreuung künftig 47 Wochen im Jahr

Eine erfreuliche Nachricht für Eltern war die Novelle in der oberösterreichischen Kinderbildungs- und Betreuungsverordnung. Ab dem kommenden Betreuungsjahr müssen alle städtischen Einrichtungen in Ischl insgesamt 47 Wochen im Jahr geöffnet sein. Bürgermeisterin Schiller freute sich, dass „jedes Kind, das einen Betreuungsplatz benötigt, diesen auch bekommt“. Einstimmig wurde die Umwidmung des Areals der alten Kurdirektion in Bauland-Kerngebiet beschlossen. Schiller betonte, dass das Gebäude „wieder zum Leben erweckt“ werden solle und ein Café mit Buchhandel geplant sei.

Ö3-Weihnachtswunder im Kurpark Bad Ischl

Zur Freude der Stadtgemeinde wird das Ö3-Weihnachtswunder in diesem Jahr im Kurpark Bad Ischl stattfinden. Es gab Diskussionen darüber, ob die Stadt eine solche Veranstaltung in der stillen Weihnachtszeit haben möchte. Es wurde jedoch betont, dass es sich um ein Event für die junge Bevölkerung handle und auch ein soziales Projekt sei, da Spenden für wohltätige Zwecke gesammelt werden. Schiller erwähnte auch die wirtschaftlichen Vorteile, da dadurch mehr Nächtigungen erzielt werden können. Der Glascontainer soll rechts vor dem Kongress- und Theaterhaus aufgebaut werden. Um den Rasen nicht zu beschädigen, sollen Platten ausgelegt werden – diese bleiben anschließend für die Eröffnung der Kulturhauptstadt Mitte Jänner 2024 liegen. Ebenso gebe es laut Schiller Pläne, dass es eine Art Hüttendorf mit gastronomischen Angebot geben soll, das eventuell auch zu Silvester genutzt und ebenfalls für die Kulturhauptstadt-Eröffnung errichtet bleiben soll.

Jugendrat kann endlich starten

Eine emotionale Diskussion gab es erneut zum Thema Jugendrat. Nach einer Vertagung in der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Richtlinien im Jugendausschuss überarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt. Kotschy zweifelte in einer langen Rede an einigen Formulierungen, aber Vizebürgermeister Mathes betonte, dass die Richtlinien im Jugendausschuss konstruktiv überarbeitet und nun einstimmig zur Beschlussfassung vorgelegt wurden. Freilich seien diese Verordnungen „nicht in Stein gemeißelt und können in Zukunft von den Jugendräten weiterentwickelt werden“.  Auch Martin Aigner (Grüne) stellte sich hinter den Jugendrat und erklärte, dass nun „relativ harmonisch ein Kompromiss“ zur letzten Diskussion gefunden wurde und alle Fraktionen noch etwas eingebracht hätten. Letztendlich wurden die Richtlinien für den Jugendrat nun beschlossen.


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