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GMUNDEN. Tips-Leser Willi Kasberger teilt seine Meinung dazu, ob das Kasberg-Skigebiet aufrechterhalten werden soll.

Tips-Leser Willi Kasberger teilt seine Meinung zum Kasberg. (Foto: Tips)
Tips-Leser Willi Kasberger teilt seine Meinung zum Kasberg. (Foto: Tips)

In den letzten Monaten wurde oftmals über die Wirtschaftlichkeit des Skigebiets Kasberg berichtet die Frage diskutiert, ob die Verwendung von Steuergeldern zur Aufrechterhaltung des Betriebs legitim ist.

Zur Rentabilität sind zwei Aspekte zu hinterfragen: (1) Wie wirtschaftlich kann ein Unternehmen sein, bei dem die Konkurrenz im eigenen (überteuerten) Management sitzt? Insbesondere wenn der Eigentümer desselben Konkurrenzbetriebes durch mehrere Tourismusbeteiligungen vor Ort von höheren Gästezahlen zusätzlich profitiert. Hier lohnt es sich den Verlustabgang anhand der Förderberichte des Landes OÖ in zwei Phasen zu betrachten: Die Jahre 2010 bis 2015 mit geschäftsführendem Gesellschafter und stabilen, niedrigen Verlustabgängen und den Zeitraum 2017 bis 2023 mit Geschäftsführung ohne Gesellschafterinteresse und einem sprunghaften Anstieg der Verluste. Dieser Trendumschwung kann nicht durch den Klimawandel und eine geringere Anzahl an Schneetagen erklärt werden! (2) Wie überlebensfähig wären andere Institutionen im Bereich Gesundheit, Bildung, Kultur, Sport, etc. ohne Fördermittel seitens Land/Bund?

Hinsichtlich Verwendung von Steuergeldern ist eine Verlustabdeckung von der Begrifflichkeit negativ behaftet und wird medial stärker betrachtet als Förderquoten über 50% bei rentablen Skigebieten (siehe LRH-Bericht). Finanziell besteht aber kein Unterschied zu einer Standardförderung oder einem Gesellschafterzuschuss, denn bei beidem handelt sich um Auszahlungen zum Allgemeinwohl der Gesellschaft. Von einer drohenden Marktkonsolidierung und Konzentration der Fördergelder auf wenige Skigebiete würden allerdings hauptsächlich deren Eigentümer profitieren. Für die Gesellschaft überwiegen hingegen die Nachteile durch den Verlust des Leistungsangebots.

Abschließend ist den Stammgästen der HiWu Seilbahnen viel Geduld zu wünschen. Denn die Verkehrs- und Auslastungssituation wird bei einer Schließung des Kasbergs (vor allem an sonnigen Wochenenden) nicht besser werden.

Willi Kasberger

Leserbriefe an: redaktion-gmunden@tips.at oder per Post an „Tips“, Theatergasse 4, 4010 Gmunden.

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Wir behalten uns vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen.


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