Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Initiative Pro Scharnstein verschärft Kritik an der Baustellensituation im Ortskern

Daniela Toth, 05.09.2023 13:01

SCHARNSTEIN. In den vergangenen Tagen erreichte die Scharnsteiner Haushalte ein Postwurf der Initiative Pro Scharnstein, in dem unter anderem gefordert wird, die Bauarbeiten einzustellen und die Planung neu anzugehen. Eine Einstellung oder gar ein Rückbau würde die Arbeiten aber nur verzögern und verteuern, betont Bürgermeister Rudolf Raffelsberger (ÖVP). Die eigentliche Ortskerngestaltung könne erst nach den aktuellen Bauarbeiten erfolgen - derzeit werde parallel geplant.

 (Foto: Initiative Pro Scharnstein)
(Foto: Initiative Pro Scharnstein)

In ihrer aktuellen Postwurfsendung fordert die Initiative Pro Scharnstein rund um Sprecher Nikolaus Wührer unter anderem eine Einstellung der Arbeiten und eine „neue Straßenplanung, die sich einfügt in das Gesamtkonzept zur Ortskernbelebung und Gestaltung“ sowie eine „tatsächliche Bürgerbeteiligung und eine Ortsplanung, wie vom Gemeinderat beschlossen“. Sonst drohe 2025, wenn die Bauarbeiten nach dem Kulturhauptstadtjahr weiterlaufen, „eine Fortsetzung des Chaos“.

Bis zu 30 Prozent Umsatzeinbußen

Die Initiative verweist auf die Ende August bekannt gewordene Insolvenz der Almtaler Landtechnik. Auch andere Geschäftsleute würden Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent vermelden und mit mangelnden Informationen und Beschilderungen zu Absperrungen und Umleitungen kämpfen, so die Initiative in ihrer Aussendung.

Wührer: „Gesamtplanung fehlt“

„Es gibt keine Gesamtplanung, das ist der Dreh- und Angelpunkt der Misere“, so Nikolaus Wührer auf Tips-Nachfrage. Eine derartige Gesamtplanung sei aber Teil des Bürgerbeteiligungsprozesses gewesen - für den Gemeinde und Land auch viel Geld ausgegeben haben. So habe man etwa Flächen vor den Geschäften verbaut: „Wo sollen hier Bäume gepflanzt werden?“, so Wührer.

Bürgermeister Raffelsberger: „Bürgerbeteiligungsprozess läuft gut“

Die Kritik am Bürgerbeteiligungsprozess lässt Bürgermeister Landtagsabgeordneter Rudolf Raffelsberger (ÖVP) nicht gelten: Der Prozess laufe gut und werde begleitet, man habe dafür sogar eine Auszeichnung von Seiten des Landes erhalten, erinnert Raffelsberger.

Derzeit sei aber nicht die Ortskerngestaltung am Zug, sondern die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt - und für diese sei bei einer Landesstraße das Land zuständig. „Weil wir uns mit unserem Bürgerbeteiligungsprozess sehr bemüht haben, haben wir uns auch hier einbringen können und dabei unser Bestmögliches getan für mehr Sicherheit und mehr Grünanteil“, so Raffelsberger.

Ortskerngestaltung beginnt erst nach Ortsdurchfahrt-Arbeiten

Die eigentliche Ortskerngestaltung durch die Gemeinde könne erst nach den Arbeiten an der Ortsdurchfahrt beginnen. „Parallel zu den aktuellen Arbeiten laufen dafür natürlich bereits die Planungen, auch im Kulturhauptstadt-Jahr 2024. Jeder kann sich einbringen“, lädt Raffelsberger ein. Eine Einstellung oder gar ein Rückbau der Arbeiten sei keinesfalls sinnvoll: „Das bringt nur doppelte Kosten und verlängert die Bauarbeiten noch weiter“, so Raffelsberger.

Nikolaus Wührer sieht dies anders: „Wenn man jetzt fertigbaut und später draufkommt, es geht so nicht - dann ist die Behebung der Mängel umso aufwändiger“, so der Sprecher der Initiative Pro Scharnstein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Ohlsdorfs Bürgermeisterin tritt 2027 erneut als SPÖ-Kandidatin an

Ohlsdorfs Bürgermeisterin tritt 2027 erneut als SPÖ-Kandidatin an

OHLSDORF. Bei der Mitgliederversammlung der SPÖ-Ortsgruppe Ohlsdorf wurde Bürgermeisterin und Obfrau Inés Mirlacher einstimmig als Bürgermeisterkandidatin ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
ÖVP Scharnstein nominiert Christof Bammer als Bürgermeisterkandidaten für 2027

ÖVP Scharnstein nominiert Christof Bammer als Bürgermeisterkandidaten für 2027

SCHARNSTEIN. Scharnsteins Vizebürgermeister Christof Bammer wird bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Herbst 2027 als ÖVP-Kandidat ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Wirtschaftsempfang in der WKO Gmunden: Claudia Hindinger folgt Martin Ettinger

Wirtschaftsempfang in der WKO Gmunden: Claudia Hindinger folgt Martin Ettinger

GMUNDEN. Beim traditionellen „Liachtbratlmontag“-Empfang der WKO Gmunden wurde ein Wechsel an der Spitze der Bezirkswirtschaft vollzogen: ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gemeinden vernetzen sich in Altmünster für mehr Klimaschutz

Gemeinden vernetzen sich in Altmünster für mehr Klimaschutz

ALTMÜNSTER. Vertreter von elf oberösterreichischen Gemeinden aus dem Programm „Paris, wir kommen“ trafen sich zum Vernetzungstreffen in ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Kasberg-Übernahme: Fördergenossenschaft stimmt Kaufvertrag zu

Kasberg-Übernahme: Fördergenossenschaft stimmt Kaufvertrag zu

GRÜNAU IM ALMTAL. Die Fördergenossenschaft  „lebenswertes Almtal“ stimmt dem Kaufvertrag des Landes Oberösterreich zu. Die notarielle ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Landtag schafft finanzielle Grundlage für Kasberg-Übernahme

Landtag schafft finanzielle Grundlage für Kasberg-Übernahme

GRÜNAU IM ALMTAL. Der Oö. Landtag hat heute die finanzielle Grundlage für die Übernahme und weitere Entwicklung des Kasbergs geschaffen. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge