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GMUNDEN. Leistbarer Wohnraum wird in Gmunden für viele zum Problem. Entsprechend stehen bei der kommenden Gemeinderatssitzung am Montag, 16. Oktober, Beschlüsse auf der Agenda, die hier Verbesserungen ermöglichen sollen.

In Gmunden soll leistbarer Wohnraum geschaffen werden. (Foto: Adobe Stock / saiko3p)
In Gmunden soll leistbarer Wohnraum geschaffen werden. (Foto: Adobe Stock / saiko3p)

Neos-Stadtrat Philipp Wiatschka sieht in Gmunden einen Mangel an Bauland. In die Gemeinderatssitzung geht er mit einem Antrag zur Baulandsicherung. In diesem fordert er, „dass die Stadtgemeinde Gmunden die vom OÖ. Raumordnungsgesetz eingeräumten Möglichkeiten der aktiven Bodenpolitik im Wege von Raumordnungsverträgen konsequent wahrnehmen wird“. Gefordert werden unter anderem Baulandsicherungsverträge, Infrastrukturkostenvereinbarungen und Vereinbarungen zur Sicherung des förderbaren Wohnens. „Ziel ist leistbarer Baugrund, außerdem muss Gmunden einen Weg finden, um sich die dazu notwendige Infrastrukur auch leisten zu können“, so Wiatschka.

Bezogen auf die Baulandsicherungsverträge betont Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP), dass diese „durch die Raumordnungsnovelle des Landes OÖ bei über 1.000 Quadratmeter Umwidmungsfläche verpflichtend“ seien und bei jedem Umwidmungsantrag ohnedies gemacht würden. FPÖ-Fraktionsobfrau Dina Fritz, SPÖ-Parteiobmann Dominik Gessert und der Grüne Stadtrat Michael Mugrauer betonen ebenfalls die Bedeutung solcher Regelungen, erinnern aber an einen bereits bestehenden Beschluss des Rechtsausschusses im Jahr 2021.

„Schwierig für Familien“

Es gebe allerdings in diesem Bereich noch viel mehr zu tun, betont Dominik Gessert. Als der für Wohnungsvergaben zuständige Stadtrat bemerkt er einen großen Mangel an leistbaren Wohnungen: „Es ist schrecklich, wenn man hier nicht helfen kann“, so Gessert. Das Problem aus seiner Sicht: „Viele Politiker wissen nicht, was leistbares Wohnen eigentlich ist.“ Er selbst sieht sieben Euro als das oberste Limit. „Sonst ist es gerade für Alleinerzieherinnen oft unleistbar.“

Entsprechend positiv sieht er die für die kommende Gemeinderatssitzung angesetzte Einleitung des Umwidmungsverfahrens im Bereich der Friedhofserweiterungsfläche. Hier plant der Grundstückseigentümer, die evangelische Pfarrgemeinde, ein Wohnbauprojekt, die Stadt legt bei der Widmung Wert auf die Leistbarkeit der Wohnungen. „Wichtig ist allerdings, dass es wirklich sozialer Wohnbau wird und nicht ,geförderter Wohnbau‘“, betont Gessert.

„Braucht konkrete Projekte“

Die Grünen knüpfen ihre Unterstützung ebenfalls an eine Widmung für sozialen Wohnbau. „Wir würden sonst nicht zustimmen“, so der Grüne Stadtrat für Innenstadtangelegenheiten Michael Mugrauer. Auch Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) sieht dieses Projekt als wichtig an: „Man muss in einem solchen Fall aber auch ein gewisses Bauvolumen ermöglichen, damit es wirtschaftlich darstellbar ist. Hier darf man das Korsett nicht zu eng schnüren“, betont Krapf.

Neos-Stadtrat Wiatschka, unter anderem zuständig für Friedhofsangelegenheiten, hat sich gegen das Projekt ausgesprochen: Die Erweiterungsfläche solle vorgehalten werden. Positiv sieht das Projekt hingegen FPÖ-Fraktionsobfrau Dina Fritz, die sich auch für ein soziales oder gefördertes Projekt in der Miller von Aichholz Straße ausspricht: „Für mehr leistbaren Wohnraum braucht es vor allem konkrete Projekte. Mit diesen beiden Projekten hätten wir schon viel erreicht.“


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