SV Zebau: Geplante Sanierung noch immer nicht fixiert
BAD ISCHL. Der Ball wird wieder hin- und hergekickt: Eine Einigung zum Thema Sanierung des Fußballplatzes scheint in weite Ferne zu rutschen. Die Liste Zukunft Ischl fordert, dass die Stadtgemeinde mehr finanziert als geplant, Bürgermeisterin Ines Schiller will aber keinen Verein bevorzugen.

„Da ist uns etwas Großes gelungen – gut, dass wir nochmals mit der Landessportdirektion gesprochen haben“, freut sich Hannes Mathes, Listenchef von Zukunft Ischl und Vizebürgermeister von Bad Ischl. Die Liste verbucht das Treffen mit Robert Himsl, dem zuständigen Mitarbeiter vom Land OÖ, und Bürgermeisterin Ines Schiller (SP) als „schönen Erfolg“. Denn die Gemeinde dürfe laut dem Land OÖ bis zu 33 Prozent der Projektkosten, die sich laut aktuellem Plan auf 960.000 Euro belaufen, übernehmen. Nun übergibt Mathes den Ball an Schiller, denn „mit der Sanierung sollte möglichst schnell begonnen werden, um den Bau in der Winterpause abzuschließen“, fordert Mathes.
Keinen Verein bevorzugen
Ganz so klar sieht es die Bürgermeisterin nicht: „Wieso sollen wir diesen Verein bevorzugen“, fragt die Ortschefin. Sie verweist auf die üblichen 17 Prozent Förderquote, die alle Vereine bei Projekten erhalten. Klar ist, dass das Land und die Gemeinde einen Teil fördern. Der Verein habe aber auch einen Teil der Kosten zu finanzieren. Zudem dürfen Vereine Eigenleistungen abrechnen - das bedeutet, dass sie eigene Arbeitsstunden geltend machen dürfen und trotzdem die gleiche Förderquote erhalten. Nachdem dieses Sanierungsprojekt aber schon viele Jahre Thema sei, ist Schiller offen dafür, dass man den Anstoß auf 25 Prozent Förderung gibt – so sah es die alte Gemeindefinanzierung vor. „Darüber können wir im Gremium diskutieren“.
Generalsanierung sei dringend notwendig
Den Vorwurf, dass ein Verein bevorzugt werden würde, weist Mathes zurück. Er will, dass alle Ischler Vereine mehr Unterstützung von der Stadtgemeinde erhalten und die Höhe abhängig von den jeweiligen Projekten und Förderansuchen entscheiden. Die letzte Renovierung des Fußballplatzes war in den 1980er Jahren, deswegen sei eine Generalsanierung dringend notwendig. In den Sanitäranlagen gebe es offenbar Schimmel, erzählt Mathes, dessen Sohn selbst im Verein spielt.
Zukunft Ischl plant Dringlichkeitsantrag
Als nächsten konkreten Schritt müsse der Fußballverein SV Zebau eine Vorstandssitzung einberufen und eine Verpflichtungserklärung über die Finanzierung des Projektes an das Land OÖ schicken, erklärt Schiller. Danach könne die Stadtgemeinde das Projekt genehmigen. Laut Mathes ist für Mittwoch, 25. Oktober, eine Sondersitzung des Gemeinderates angesetzt. Sollte die Sanierung des Fußballplatzes nicht auf der Tagesordnung stehen, will Zukunft Ischl einen Dringlichkeitsantrag einbringen.


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