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GMUNDEN. Geologische Untersuchungen lassen im Raum Gmunden einen „Heißwasserschatz“ vermuten. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird nun untersucht, wie dieser beispielsweise in der Gmunder Molkerei genutzt werden könnte.

Die Molkerei Gmunden ist Teil eines Forschungsprojektes. (Foto: Gmundner Molkerei)
Die Molkerei Gmunden ist Teil eines Forschungsprojektes. (Foto: Gmundner Molkerei)

Der Innovationsverbund „New Energy for Industry“ (NEFI) setzt sich – unterstützt vom Klima- und Energiefonds – mit den Bereichen Energieforschung und Projektumsetzung auseinander. Das aktuelle NEFI-Forschungsprojekt Cascade – an dem auch die Stadt Gmunden und die Gmundner Molkerei beteiligt sind – befasst sich mit der stufenweisen Nutzung von Geothermie. Dabei wird die Wärmeenergie nicht nur einmal verwendet, sondern mehrfach in aufeinander folgenden Stufen oder Kaskaden – daher auch der Projekttitel Cascade. Bei abnehmender Temperatur wird die Energie von Industrie bis zur Gebäudeheizung optimal genutzt – und so der Gesamtenergieverbrauch gesenkt.

Am Projekt beteiligt sich die Gmunder Molkerei: Bei der Verarbeitung wird für die Erhitzung und Kühlung der Milchprodukte viel Energie benötigt. Ziel des Projektes ist es, die Geothermie für die Versorgung der Produktionsanlagen zu nutzen und sie danach in das Gmundner Wärmenetz zu integrieren. Das Unternehmen, das schon jetzt mit Energierückgewinnung arbeitet, stellt dazu die benötigten Daten zur Verfügung.

Bürgermeister Stefan Krapf unterstützt das Projekt: „Der aktuelle Wissenstand lässt bei uns in der Tiefe ein beachtliches Wärmepotential erwarten, das es zu nutzen gilt!“ Man wolle diese attraktive und klimafreundliche Wärmeversorgung für Betriebe, Haushalte und öffentlichen Gebäude ermöglichen. Er freue sich, „dass alle politischen Fraktionen des Gemeinderates geschlossen hinter diesem Projekt stehen“, so Krapf.


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