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BAD ISCHL. Erfreulicherweise konnte nach monatelangem Baustopp eine Finanzierung mit dem Land OÖ bezüglich des geplanten Schulzentrums erreicht werden. Die Liste Zukunft Ischl fordert nun das im Mai 2023 beschlossene Verkehrskonzept für den Bau, das nach wie vor nicht auf dem Tisch liegt.

Die Bürgerliste fordert ein Verkehrskonzept für den Bau des Schulzentrums in Bad Ischl. (Foto: hkama/Adobe Stock)

Wie die Statgemeinde Bad Ischl vergangene Woche bekannt gab, konnte in einem gemeinsamen Termin von Bürgermeisterin Ines Schiller, Vizebürgermeister Hannes Mathes, Bildungsstadtrat Walter Erla und Finanzchefin der Stadtgemeinde Daniela Schäfer mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP) die Finanzierung für das Schulzentrum gesichert und dabei eine hohe Förderquote erreicht werden.  

„Wir von Zukunft Ischl wurden erstmals in dieses Projekt eingebunden – natürlich haben wir unsere Kontakte eingebracht und sind zu einer guten Lösung für Ischl gekommen“, erklärt Erla. Für Finanzstadtrat Mathes ist besonders erfreulich, dass der höchstmögliche Fördersatz erreicht wurde. „Wir sparen hier mehrere Hundertausend Euro – dieses Geld kann nun für andere wichtige Themen wie beispielsweise das Zeughaus der Stadtfeuerwehr eingesetzt werden.“

Verkehrskonzept „Kreuzschwestern-Areal“ seit einem Jahr ausständig

Im Mai 2023 hat der Gemeinderat ein Verkehrskonzept für den Bau des Schulzentrums beschlossen, bis heute gebe es aber keines, wirft Zukunft Ischl der Schiller und Verkehrsausschuss-Obfrau Irina Schott (Grüne) vor. Somit gebe es laut der Bürgerliste weder eine Lösung für die Bauphase, noch für den Betrieb des Schulzentrums.  

Nachdem der Baustart - wie von Schiller angekündigt - unmittelbar bevorstehe, müssen Mathes zufolge die Verkehrsverantwortlichen rasch mit der Arbeit beginnen. Deshalb werde die Bürgerliste heute, 23. April, in der Gemeinderatssitzung die Erstellung eines Verkehrskonzeptes beantragen, kündigt Mathes an. Es dürfe „nicht ein zweites Mal passieren, dass ein Großbau-Projekt begonnen wird, ohne dass es ein taugliches Verkehrskonzept gibt“, warnt Zukunft Ischl mit Verweis auf die Baustelle für das Hotelprojekt hinter dem Kongress- und Theaterhaus.

Mitarbeiter-Parkplatz am Maria-Theresienweg laut Zukunft Ischl Schnapsidee

Für die Bauexperten von Zukunft Ischl – Baustadtrat Hannes Bauer und Karl Saller ist die Mehrfachnutzung des Kreuzschwestern-Areals als Bauplatz für das Großprojekt Schulzentrum und als Mitarbeiter-Parkplatz nicht sinnvoll. „Hier provoziert man das tägliche Stauchaos. Viele Baufahrzeuge, eine große Menge Privatfahrzeuge und dann noch der Shuttlebus in die Stadt – und das alles zur selben Zeit am Morgen.  Das wird nicht klappen und ist auch den Mitarbeitern unserer Betriebe nicht zumutbar“, prognostizieren Saller und Bauer.

Für Mathes ist klar: Die Mitarbeiter sollen auch weiterhin in der Nähe ihrer Arbeitsstätten ihr Auto abstellen können: „Die Stadt hat hier eine Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern. Sie haben sich kurze Wege verdient – einerseits braucht man für den Umweg zum Kreuzschwestern-Areal viel Zeit, die gerade in der Früh immer knapp ist und andererseits leistet jeder von ihnen mit der Kommunalsteuer einen Beitrag zum Stadtbudget“, so der Finanzstadtrat


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