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BAD ISCHL. Im Rahmen des Hochbegabtenförderungsprogrammes „Talenteschmiede“ wollen die Tourismusschulen Bad Ischl einen neuen Impuls zum oft beklagten Personalmangel in der Gastronomie und dem Problem des Wirtshaussterbens setzen.

Neben der Küche werden die Talente auch im Bereich Restaurant/Bar ausgebildet. (Foto: TS-Reimair)
Neben der Küche werden die Talente auch im Bereich Restaurant/Bar ausgebildet. (Foto: TS-Reimair)

„Es braucht enorm viel Arbeit und hochbegabte Hände, damit solch ein Spitzenmenü auf die Teller kommt. Ich bin beeindruckt, was hier heute geboten wird“, zeigt sich Rupert Sodl, Leiter des oö. Hochbegabtenprogrammes, erfreut.

A-Team der Tourismusschulen Bad Ischl

Eingebettet in das europäische „Echa“-Programm zur Talenteförderung, ist die Bad Ischler Tourismusschule die erste Schule, die hochbegabte junge Menschen mit der Talenteschmiede in einem handwerklich-kreativen Sektor besonders fördert. So wurde an der Schule ein Konzept erarbeitet, an dem pro Jahrgang vier Schüler in der Küche und vier im Bereich Bar und Restaurant teilnehmen dürfen. Die zuständigen Pädagogen, die die auch als „A-Team“ bezeichnete Talenteschmiede betreuen, mussten sogar eine spezielle Ausbildung absolvieren, um dieses Programm umsetzen zu dürfen. Marlies Nahmer (Restaurant/Bar), und Lorenz Pesendorfer (Küche), sind sich dennoch einig: „Es ist eine große Freude, mit diesen topmotivierten Jugendlichen zu arbeiten. Sie machen das alle freiwillig am Abend, zusätzlich zu einer anstrengenden Schulwoche – und oft wollen sie noch gar nicht aufhören, so sehr brennen sie für die gehobene und kreative Gastronomie“.

Hochbegabte Kinder und Jugendliche bestmöglich unterstützen

Bildungsdirektor Alfred Klampfer wandte sich an das Publikum in der Aula der Tourismusschulen und erklärte: „Wir haben in Österreich etwa 2.700 bis 2.800 hochbegabte Kinder und Jugendliche. Die kennen wir, wir haben sie datenmäßig erfasst und wir versuchen, sie bestmöglich zu unterstützen“. Zu den Gästen zählten vorwiegend Familienangehörige der jungen Gastronomen, aber auch Personen des öffentlichen Lebens, etwa Tourismusdirektor Jakob Reitinger und WKO-Bezirksstellenleiter Robert Oberfrank. Die Teilnehmer selbst zeigten sich jedenfalls erfreut über das Programm und ihr erworbenes Zertifikat: „Ich bin voll gerne in der Talenteschmiede“ meinte etwa Emily Nutz, „denn ich lerne noch so viel über den normalen Kochunterricht hinaus und ich kann meine eigenen Ideen kreativ ausleben“


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