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Delegation des Europäischen Parlaments beeindruckt von Kulturprojekten im Salzkammergut

Mag. Lisa-Maria Laserer, 14.11.2024 13:28

SALZKAMMERGUT. Eine Delegation des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments besuchte das Salzkammergut, die Kulturhauptstadt Europas 2024, um die Fortschritte und Herausforderungen der Region zu besichtigen. Die Abgeordneten aus sechs Mitgliedsländern erhielten Einblicke in lokale Kulturprojekte und sprachen über die zukünftige Unterstützung für die Region.

Im Lehártheater wurden die Pläne zur Revitalisierung der Spielstätte vorgestellt, welche durch die Kulturhauptstadt in Gang gebracht wurden. (Foto: Kulturhauptstadt)

Die dreitägige Tour startete mit einer Führung durch die Ausstellung von Ai Weiwei im Marmorschlössl. Im Lehártheater Bad Ischl begrüßte Bürgermeisterin Ines Schiller die Gruppe und präsentierte gemeinsam mit Architekt Christian Neureiter Pläne zur Sanierung des historischen Gebäudes. Weitere Programmpunkte waren das „Genusslabor“ im Bahnhof von Bad Ischl sowie die Programmlinien der Kulturhauptstadt, vorgestellt von der künstlerischen Leiterin Elisabeth Schweeger. Ein Höhepunkt für die Gäste war die musikalische Unterhaltung durch den Trachtenverein Bad Ischl.

Schwerpunkte Mobilität und Tourismus in Hallstatt

In Hallstatt diskutierte die Delegation über Herausforderungen wie die Mobilität im ländlichen Raum, die Digitalisierung und den Tourismus. Experten aus der Region und Vertreter der Kulturhauptstadt gaben Einblicke in regionale Strategien und beantworteten die Fragen der Abgeordneten. Bürgermeister Axel Scheutz informierte vor Ort über die Anliegen seiner Gemeinde.

Eindrücke aus Handwerk und Tradition in Altaussee und Bad Goisern

Die Besucher lernten in den Salzwelten Altaussee die Geschichte des Salzbergbaus kennen und besichtigten die Ausstellung „Verborgen im Fels“, die die Geschichte des Salzabbaus und die Rettung von Kunstgütern während des Zweiten Weltkriegs darstellt. In Bad Goisern lag der Fokus auf wirtschaftlichen Chancen und Förderprogrammen für die Region. Gespräche im Handwerkshaus betonten die Bedeutung traditioneller Handwerkskunst für die Kulturhauptstadt.

Erinnerungskultur in Ebensee und künstlerische Projekte in Gmunden

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte in Ebensee hinterließ bei der Delegation einen besonders tiefen Eindruck. Die Installation „Where are we now“ von Künstlerin Chiharu Shiota und Gespräche über die Erinnerungskultur wurden von den Gästen intensiv aufgenommen. Der letzte Programmpunkt fand in Gmunden statt, wo Bürgermeister Stefan Krapf über die kulturellen Projekte und Pläne der Stadt informierte.

Positive Bilanz und starke Fürsprecher für das Salzkammergut

Europaabgeordneter Hannes Heide, selbst Mitglied im Kulturausschuss, zeigte sich nach dem Besuch optimistisch. „Wir konnten eindrucksvoll vermitteln, wie die Region die Dynamik, die im Kulturhauptstadtjahr entstanden ist, mitnehmen wird, um all das, was vorbereitet und thematisiert wurde, auch umzusetzen“, resümierte Heide. Die Delegation zeigte sich beeindruckt und sicherte dem Salzkammergut Unterstützung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung seiner Projekte zu.


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