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GOSAU. Bei einer Wanderung vom vorderen Gosausee zur Hofpürglhütte am 23. April kamen vier Wanderer im dichten Schnee und Nebel nicht mehr weiter und mussten von der Bergrettung geborgen werden.

Drei Studenten aus Wien, ein 24-jähriger Schwede, ein 22-jähriger Spanier und eine 24-jährige Amerikanerin, waren unter der Führung eines 38-jährigen Wieners unterwegs. Um 10 Uhr startete die Gruppe vom Parkplatz am Vorderen Gosausee über den markierten Wanderweg Nr. 612 in Richtung Steiglpass. Geplant war eine Übernachtung im Winterraum der Hofpürglhütte. Dazu waren die Gruppenmitglieder mit leichten Sommerschlafsäcken ausgerüstet. Lawinennotfallausrüstung oder Schneeschuhe führten die Vier nicht mit. Allerdings hatten sie Pickel und Steigeisen dabei. Im Hochgebirge liegt aktuell noch eine erhebliche Schneeauflage; in Talnähe sind die Wege bereits gut ausgeapert. Gegen 18 Uhr kam die Gruppe am Steiglpass im dichten Nebel und im Schnee nicht mehr weiter. Die Gruppe entschloss sich zum Abbruch der Tour und zum Umkehren.

Am Abend alarmierte der Vater des 38-Jährigen Polizei und Bergrettungsdienst Gosau, da er seinen Sohn nicht erreichen konnte. Die geführten Erhebungen ergaben, dass der 38-Jährige sein Handy im Schnee am Berg verloren hatte und sich die Gruppe im Bereich der Kapelle bei der Scharwandalm befand. Dort würden sie ein Notbiwak errichten und wollten zu dem Zeitpunkt keine Hilfe.

Dies änderte sich jedoch im Lauf der Nacht: Um 1.21 Uhr alarmierte der 38-Jährige mit dem Handy eines seiner Gruppenmitglieder den Bergrettungsdienst und ersuchte um Hilfe, weil seinen drei Begleitern extrem kalt war. Mittlerweile hatte der prognostizierte Schneefall und Wind eingesetzt. In weiterer Folgen stiegen mehrere Einsatzkräfte vom Bergrettungsdienst Gosau auf und begleiteten die Vier ins Tal, wo sie gegen 4.50 Uhr ankamen. Die drei Begleiter des 38-Jähirgen waren leicht unterkühlt und erschöpft, aber unverletzt.


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