Ölfilm auf der Trattnach löst umfangreichen Feuerwehreinsatz in Bad Schallerbach aus
BAD SCHALLERBACH. Ein auf der Trattnach entdeckter Ölfilm hat am Sonntag einen länger andauernden Umwelteinsatz zweier Feuerwehren ausgelöst.

In Bad Schallerbach im Bezirk Grieskirchen ist am Sonntag auf der Trattnach ein deutlicher Ölfilm festgestellt worden. Daraufhin wurde die örtliche Feuerwehr mit dem Einsatzstichwort „Ölaustritt Gewässer“ alarmiert und an das Bachufer gerufen.
Die Mannschaft erkundete zunächst den betroffenen Abschnitt der Trattnach und leitete umgehend Maßnahmen zum Schutz des Gewässers ein. Entlang des Baches wurden mehrere Ölsperren gesetzt, um die Verunreinigung einzudämmen und eine weitere Ausbreitung flussabwärts zu verhindern.
Auch Kanal betroffen
Parallel dazu kontrollierten die Einsatzkräfte angrenzende Kanalsysteme und legten dort einen Schwerpunkt auf Absaug- und Reinigungsarbeiten. Zur Verstärkung wurde die Feuerwehr Grieskirchen mit einem speziellen Ölfahrzeug hinzugezogen.
Mit Ölbindemittel und sogenannten Ölvliestüchern wurde das auf der Wasseroberfläche schwimmende Öl gebunden und anschließend abgeschöpft. Ein betroffener Kanalabschnitt wurde geöffnet, gereinigt und ebenfalls mit Bindemitteln behandelt. Mithilfe von Spezialgeräten konnte zudem verunreinigtes Wasser aus der Kanalisation abgesaugt werden.
Ursache unklar
Nach Angaben der Feuerwehr Bad Schallerbach ist die Ursache des Ölaustritts derzeit noch unklar. Während des Einsatzes traf auch Bürgermeister Markus Brandlmayr an der Einsatzstelle ein, um sich gemeinsam mit den Verantwortlichen der Feuerwehren ein Bild der Lage zu machen. Zusätzlich wurden Polizei und Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen informiert.
Maßnahmen bleiben
Im weiteren Verlauf des Einsatzes kontrollierten die Kräfte regelmäßig die eingerichteten Ölsperren und schöpften gebundenes Öl aus dem Wasser ab. Das gesammelte, kontaminierte Material wurde in geeigneten Behältern zwischengelagert und für eine fachgerechte Entsorgung gesichert. Die Ölsperren bleiben vorerst im Bach bestehen und sollen in den kommenden zwei Tagen laufend überprüft werden.
Erst wenn keine weitere Verunreinigung mehr festgestellt wird, sollen sie wieder entfernt werden. Durch das rasche und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte ein größerer Schaden für die Umwelt nach aktuellem Stand weitgehend verhindert werden.


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