Die Bibliothek, ein Ort der Begegnung: „lesefluss am gries“ in Grieskirchen
GRIESKIRCHEN. „Bildung beschränkt sich auf kein Alter oder eine Bildungsschicht. Bildung ist für alle da und auch unsere Bibliothek steht allen offen“, betont Christina Spiegelfeld, Leiterin der Bibliothek „Lesefluss am Gries“. Seit dem Einzug in das moderne Gebäude-Zentrum 2010 über die Trattnach darf man sich hier über ständig steigende Leserzahlen freuen. „Derzeit zählen wir 1200 Leser, die sich mindestens zweimal im Monat eines der insgesamt 16.000 Medien ausleihen. Im vergangenen Jahr allein kamen 200 Leser dazu“, so Spiegelfeld.

„Lesefluss am Gries“ soll laut den zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern aber nicht nur ein Ort zum Bücher ausleihen sein. „Unsere Bibliothek soll ein Ort sein, wo was passiert, wo die Menschen zusammenkommen“, so Spiegelfeld. Filmvorführungen, Kreistänze, Englisch-Konversation und vieles mehr locken in die Bibliothek. Mit Erfolg, vergangenes Jahr zählte man 15.400 Besucher in der Bibliothek und den Veranstaltungen. Allein heuer beim Fest zum internationalen Frauentag waren es 200.
Kinder sind neugierig
Dass 48 Prozent der Leser Kinder und Jugendliche sind, kommt nicht von ungefähr. „Unser Ziel ist es, Kinder möglichst früh mit der Welt der Bücher vertraut zu machen, man muss es nur etwas spannend gestalten. Kleine Kinder sind noch sehr neugierig, später steht ihnen oftmals eine gewisse Scheu im Weg“, weiß die Bibliotheksleiterin. Einmal wöchentlich kommen Kindergartengruppen zu Besuch. „Die Kinder sind den Umgang mit Büchern von klein auf gewohnt. Da geht nie eines kaputt. Außerdem wissen sie genau, wo sie was finden“, lacht Spiegelfeld. Seit fünf Jahren wird auch das Lesetandem angeboten, dabei tun sich ein Erwachsener und ein Kind zusammen, um einmal wöchentlich gemeinsam zu lesen. „Wir haben viele Fälle, in denen sich die Noten der Kinder maßgeblich verbessert haben“, so Spiegelfeld.
Steigende Leserzahlen erfordern auch eine steigende Anzahl an Medien. Insgesamt 1000 werden pro Jahr angeschafft. „Unsere Entlehngebühren reichen für den jährlichen Einkauf. Das machen uns auch nicht viele Bibliotheken nach“, betont Christina Spiegelfeld stolz.
Plattform für Kultur
Dass die Bibliothek „Lesefluss am Gries“ nicht nur zum Bücherausleihen da ist, sondern auch Plattform für Bildung, Kultur und soziale Integration sein will, zeigt die mit 3. Mai beginnende Ausstellung „Grenzstadt Grieskirchen“. Neben einer Kunstinstallation am Geländer der Fleischbrücke gibt es in der Bibliothek Malen für Kindergartenkinder, einen Zeichenwettbewerb für Volksschulkinder und informative Texte zum Thema. Eine Kooperation des BORG Grieskirchen mit Bibliothek und Stadtgemeinde.
Ein neues Projekt ist der Bibliotheksführerschein für Volksschulklassen. Die Kinder werden dabei kindgerecht in die Welt der Bibliothek mit Vorlesen, Medien suchen und entlehnen eingeführt. Beim zweiten Besuch werden diese Dinge abgefragt und dann mit dem Bibliotheksführerschein belohnt.


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