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Bibliothek Grieskirchen: Treffpunkt der Generationensetzt verstärkt auf die Jugend

Helmuth Wimmer, 15.04.2026 09:13

GRIESKIRCHEN. Die Bibliothek Grieskirchen „Lesefluss am Gries“ hat sich längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region entwickelt. Seit Jahresbeginn hat sie eine neue Leiterin: Ingrid Moser übernahm die Funktion von Christina Spiegelfeld.

Leiterin Ingrid Moser (Foto: privat)
Leiterin Ingrid Moser (Foto: privat)

Moser ist seit 2018 im Team der Bibliothek Grieskirchen. „Schon als Buchhändlerin war es mir ein großes Anliegen, Menschen zum Lesen zu bewegen. In Geschichten einzutauchen, sich in eine andere Welt zu begeben und daraus zu lernen – neue Einsichten, neue Lebenssituationen“, sagt die neue Leiterin.

Veranstaltungen

Die Bibliothek versteht sich nicht nur als Ort der stillen Lektüre. Regelmäßig werden Veranstaltungen organisiert. Dazu zählen Lesungen regionaler Autoren, der monatliche Literaturkreis, Vorlesestunden für Kinder, Informationsabende und Filmvorführungen.

„In der Bibliothek setze ich mich sehr für die Förderung der Kinder ein. Seit zwei Jahren gibt es sehr gut besuchte Vorlesestunden. Jede Klasse der Volksschule Grieskirchen bekommt einen Workshop – Thema Schrift, Kunst, Vorlesen, Bibliotheksführerschein. 2025 haben wir auch mit den Hauptschulen gestartet. Streetart-Kunst ist hier das Thema – Basquiat, Warhol, Haring und Lichtenstein. Jede Klasse der Hauptschulen kommt heuer zu uns“, erklärt Moser.

Kunst lässt Spielraum

„Kunst lässt viel Spielraum, und die Kinder sind frei von Beurteilung. Die Zeit wird hier jedes Mal zu kurz. Jede Woche kommen zwei bis drei Kindergartengruppen und bekommen eine Geschichte vorgelesen oder vorgespielt.“

Klassische Medien und E-Books

Auch im digitalen Bereich geht die Bibliothek mit der Zeit. Neben klassischen Medien stehen zunehmend E-Books und digitale Angebote zur Verfügung. „Zurzeit haben wir 12.500 Medien“, sagt Moser. „Der Bestand beinhaltet Bücher, Zeitschriften, Hörbücher für Kinder, Spiele und Tonies.“ Tonies sind handbemalte, magnetische Hörfiguren, die als physische Datenträger für das Audiosystem „Toniebox“ dienen.

„E-Books haben mittlerweile acht bis zehn Prozent der Leser erreicht. Sehr viel mehr werden es nicht werden“, erklärt die Bibliothekarin. „Soziale Medien, im Speziellen TikTok und Instagram, werden gut genutzt.“

Philosophierklub

Um den Nachwuchs verstärkt zum Besuch der Bibliothek zu motivieren, ist geplant, einen Buchklub oder einen Philosophierklub für Kinder und Jugendliche anzubieten. Dabei sollen sie sich mit wichtigen Fragen und Themen des Lebens auseinandersetzen, zum selbstständigen Denken angeregt werden und lernen, andere Meinungen zu akzeptieren und zu respektieren.

Das persönliche Gespräch und die Beratung spielen in der Bibliothek eine große Rolle. „Wir sind ein Treffpunkt für Familien, Erwachsene und Kinder jeden Alters – ein Treffpunkt für Generationen“, betont Moser.

Das Team der Bibliothek sucht noch ehrenamtliche Mitarbeiter.


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