Mit 78 ist man noch nicht zu alt um Leben zu retten
GRIESKIRCHEN. 101 Mal hat es Manfred Gruberbauer aus Grieskirchen schon getan - und will es wieder tun: seinen roten Lebenssaft spenden und damit Menschen helfen.

„Ich habe das Bedürfnis den Menschen zu helfen“, sagt Manfred Gruberbauer. 38 Jahre war der Grieskirchner beim Millitär, elf Jahre als Funker für die UNO in Syrien, Zypern, Ägypten und im Irak im Einsatz. Dort habe er oft miterlebt wie wichtig es sei Blut zu spenden. „Einmal kam bei meinen Einsätzen ein Mann auf uns zu und bat um Hilfe. Bei seiner Frau gab es Komplikationen bei der Geburt. Sie brauchte unbedingt Blut, da sie sonst verblutet wäre. Ich habe mich da gleich zum Blutspenden bereit erklärt“, erzählt Gruberbauer. Tote, Verletzte und Unfälle hätte er bei seinen Einsätzen im Ausland miterlebt - eine Erfahrung, die Gruberbauer prägte, seinen Horizont erweiterte und den Blick auf viele Dinge veränderte. Vor allem aber wurde ihm bewusst, wie wichtig es ist, Blut zu spenden. Das Leben der jungen Mutter und ihres Kindes konnte der heute 78-jährige so retten. 58 Jahre ist es her, dass sich der Grieskirchner das erste Mal „anzapfen“ ließ, damals war er noch bei der Millitärgrundausbildung. Seit dem kamen einige Liter des roten Lebenssaftes zusammen. Insgesamt 45 Liter spendete Gruberbauer im Laufe der Zeit. Das Blut des Grieskirchner ist begehrt. Mit der Blutgruppe 0 positiv gilt er als Universalspender, sein Blut passt also zu allen anderen Blutgruppen. Stolz zeigt Gruberbauer seine zahlreichen Orden, zum einen von seinen Millitäreinsätzen, zum anderen von seinen Blutspenden. Für 100 Mal Blutspenden erzhielt der Grieskirchner den goldenen Lorbeerkranzorden. „Ich freue mich, wenn es etwas für die Allgemeinheit tun kann, auch bei meinen UNO-Einsätzen. Für Manfred Gruberbauer ist klar: Mit 78 ist man keineswegs zu alt um Leben zu retten. Solange seine Blutwerte in Ordnung sind, will er weiter zum Aderlass.
Der Saft der Rekorde - Wissenswertes rund um die Leistung des Blutes
- Erwachsene haben fünf bis sieben Liter Blut im Körper, rund 8 Prozent ihres Körpergewichts
- Beim Blutspenden werden ca. 0,5 Liter Blut abgenommen
- Diese Blutmenge fließt ca. 2000 Mal pro Tag durch den Körper. Das sind 10.000 Liter, die täglich durch die Aorta fließen.
- Reiht man alle Blutgefäße aneinander, so sind das 100.000 Kilometer Leitungssysteme, der 2,5-fache Erdumfang.
- Das Blut braucht im Ruhezustand 1 Minute, um einmal durch den Körper zu fließen, bei körperlicher Anstrengung nur 20 Sekunden.
- Das Blut fließt mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 100 Zentimeter pro Sekunde durch die Aorta, das entspricht je nach körperlicher Belastung einer Geschwindigiket von 1 bis 4 Km/h.
- Die Leistung des Herzens, um das Blut durch den Körper zu pumpen, entspricht etwa der Leistung, einen Tennisball 70-Mal pro Minute zusammenzudrücken.
- Blut kann man von Außen sehen, auf Fotos mit Blitzlicht in der Netzhaut der Augen (Rote-Augen-Effekt).
Blutspendetermine in Grieskirchen
Montag, 4. September, Kallham, Pfarrsaal, 16 bis 20 Uhr
Donnerstag, 7. September, Aistersheim, Mehrzweckhalle, 16 bis 20 Uhr
Donnerstag, 21. September, Michaelnbach, Volksschule, 16 bis 20 Uhr
Montag, 2. Oktober, Wendling, Volksschule, 16 bis 20 Uhr
Mittwoch, 4. Oktober, Grieskirchen, Rotes Kreuz, 16 bis 20 Uhr
Donnerstag, 5. Oktober, Gallspach, Volksschule, 16 bis 20 Uhr
Montag, 9. Oktober, Wallern, Volksschule, 16 bis 20 Uhr
Mittwoch, 11. Oktober, Hofkirchen, NMS, 16 bis 20 Uhr
Donnerstag, 17. Oktober, Peuerbach, Pfarrsaal, 16 bis 20 Uhr
Mittwoch, 18. Oktober, Peuerbach, Pfarrsaal, 16 bis 20 Uhr


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