Kunstprojekt: Eine Stadt vernetzt sich
GRIESKIRCHEN. Es ist keine Riesenspinne, die die Stadt Grieskirchen spätestens im Jahr 2019 heimsuchen könnte, sondern ein individuelles und aufwändiges Riesennetz, ein Kunstwerk von Maria Treml, das die Stadt rechtzeitig zur Eröffnung der Landlwochen 2019 umspannen wird. Wem“s bekannt vorkommt: Das Netz vernetzte erstmals im Jahr 2010 im Zuge der Landesausstellung die Häuser der Bezirkshauptstadt und soll bei einer Neuauflage wieder für besonderen Flair sorgen.

Jetzt ist es fix: Grieskirchen bekommt das Riesennetz zurück. Bei einem Treffen von Mitgliedern des Forums Stadtentwicklung und des Kulturforums Landl mit Künstlerin Maria Treml in Altmünster wurden die Rahmenbedingungen für das Entstehen des neuen Grieskirchner Netzes fixiert. Heuer wird noch mit der Produktion des 1800 Quadratmeter großen Kunstwerks begonnen. Im nächsten Jahr, zur Landlwochen-Eröffnung, soll es bereits über der Stadt schweben und für den besonderen „Wow-Effekt“ sorgen, wie Kurt Tischlinger, Obmann vom Kulturforum Landl, meint.
Kosten: 80.000 Euro
Gemeinsam mit dem Forum Stadtentwicklung will man das Netz wieder nach Grieskirchen bringen. „Es ist eine wunderschöne Sache, ein Riesenkunstwerk in Grieskirchen. Ich habe es immer als große Bereicherung für die Stadt empfunden“, so Tischlinger. Die Kosten von 80.000 Euro für das Kunstwerk will man durch Förderungen von Land und Gemeinden sowie durch private Sponsoren auftreiben. Auch Bürgermeisterin Maria Pachner freut sich über das Engagement für das Riesennetz und sichert finanzielle Unterstützung zu. „Die Stadtgemeinde wird sich mit einem Kostenbeitrag für das Material beteiligen, die überwiegenden Kosten werden von den beiden Vereinen aufzutreiben sein. In Zeiten eines Sparkurses ist das unabdingbar. Ich bin mir sicher, dass ein neues Netz zur Frequenzsteigerung in der Innenstadt beitragen wird. Ein Kunstwerk in dieser Größenordnung macht die Menschen neugierig und entwickelt eine Strahlkraft, die anziehend wirkt“, so Pachner.
Wunsch kam von der Bevölkerung
In den letzen Jahren sei vermehrt in der Bevölkerung der Wunsch geäußert worden, dass das Netz wieder die Stadt bereichern sollte. „Das Kunstwerk begeistert die Grieskirchner und prägt durch seine Einzigartigkeit das Stadtbild. Ich persönlich kenne kein vergleichbares Projekt in Europa und bin der Meinung, dass man durch dieses Kunstwerk für Grieskirchen ein identitätsbildendes Element schafft, welches den Grieskirchner Stadtplatz zum Alleinstellungsmerkmal macht“, so Gerald Zehetner vom Forum Stadtentwicklung.
Haltbarkeit: 15 bis 20 Jahre
Das neue Netz wird laut Zehetner aus einem strapazierbaren Material gefertigt werden, das die nächsten 15 bis 20 Jahre überdauern soll. In den kommenden Sommermonaten wird es durch die Künstlerin Maria Treml auf einer Alm in Altmünster geknüpft und im Herbst fertig gestellt. Das Kulturforum Landl und das Forum Stadtentwicklung werden sich auch bei der Produktion des Netzes beteiligen und Eigenleistung einbringen. Auch die Grieskirchner Bevölkerung wird laut Zehetner eingeladen, das Projekt Grieskirchner Netz in Form von körperlicher und finanzieller Mithilfe zu unterstützen. Den Großteil des Geldes wird man über Sponsoren aufstellen müssen. Weiters erhofft man sich eine Unterstützung aus der OÖ Landeskulturdirektion.
Bereits im Jahr 2010 zierte das Netz die Stadt Grieskirchen, HIER geht's zu den Bildern.


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19.08.2018 13:18
Vernetzte Stadt
Ich wohne am Gmundnerberg und beobachtete gegenüber am Grasberg die Entstehung dieses Kunstwerks. Ich finde die Idee ist einzigartig und wir werden uns dieses Kunstobjekt in Grieskirchen sicher anschauen. Wir dürfen stolz sein in Altmünster auf unsere Künstlerfamilie Treml. LG Christian Polzinger