Pötting und Kallham setzen auf Glasfaser anstatt 5G-Netzausbau

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Sabrina Lang Sabrina Lang, Tips Redaktion, 30.06.2020 10:34 Uhr

PÖTTING/KALLHAM. Während sich in der Stadtgemeinde Peuerbach eine Gruppe formiert hat, die sich gegen einen geplanten 5G-fähigen Handymasten einsetzt, beschloss man anderorts im Gemeinderat statt dem neuesten und ultraschnellen 5G-Netz den Breitband-Ausbau zu forcieren.

In Pötting sowie in Kallham wurden von Gemeindebürgern Petitionen gegen Handystrahlung durch das schnelle Mobilfunk-Netz 5G eingebracht - mit Erfolg. In beiden Orten entschied sich der Gemeinderat dafür das Thema Breitband zu forcieren. In Pötting war es Monika Würinger, die Unterschriften gegen 5G sammelte. „5G hat Auswirkungen, deshalb war es mir wichtig dagegen einzutreten. Bei uns in der Gemeinde war ein Handymast bisher zwar kein Thema, ich bin aber froh, der Umwelt, den Menschen und den Tieren zu liebe, wenn es so bleibt. Glasfaser und Breitband reichen in der Gemeinde völlig aus“, ist die Initiatorin überzeugt.

Gemeinde für 5G-Ausbau nicht zuständig

Pöttings Bürgermeister Peter Oberlehner (ÖVP) erklärt indes, dass der Ausbau von 5G auf Bundesebene geregelt ist, und deshalb nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde fällt. Man könne sich als Gemeinde also nicht für ein 5G-freies Gemeindegebiet aussprechen. Lediglich bei Widmungsverfahren hätte man als Kommune Mitspracherecht. „Wir haben deshalb im Gemeinderat beschlossen den Antrag wegen Unzuständigkeit zurückzuweisen und bemühen uns den Breitband-Ausbau zu forcieren“, so Oberlehner.

Breitbandausbau auch in Kallham vorrangig

In Kallham engagierte sich Gerhard Enzenberger für einen 5G-freien Ort. Auch seine Petition fand im Gemeinderat Gehör. „Ich bin der Meinung, dass wir mit dem 4G-Netz locker auskommen. Das Glasfaser-Netz ist im weiteren Ausbau und das ist auch die gesunde Alternative“, meint Enzenberger. Konkret wurde in beiden Gemeinden, in Pötting sowie Kallham, beschlossen, dass das Thema Glasfaser befürwortet wird. „Es soll in Richtung Glasfaser gehen, für mich passt dieser Beschluss“, sagt Kallhams Bürgermeister Gottfried Pauzenberger (ÖVP). Damit Petitionen Gehör im Gemeinderat finden sind Unterschriften von zwei Prozent von den Wahlberechtigten der letzten Wahl notwendig, mindestens jedoch 25 Unterschriften. In Pötting wurden 30 Unterschriften gesammelt, notwendig gewesen wären 25. In Kallham kamen 53 Unterschriften für die Petition zusammen, 42 wären mindestens nötig gewesen.

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