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GRIESKIRCHEN/EFERDING. Vorweg die gute Nachricht: In den Bezirken Grieskirchen und Eferding sind die angezeigten Straftaten um 7,3 Prozent zurückgegangen – von 2.579 auf 2.392 Delikte. Auch die Aufklärungsquote ist mit 64,7 Prozent relativ hoch. Die größte Gefahr allerdings – und das zeigt auch der landesweite Trend in Oberösterreich – lauert im Internet.

Die Zahl der Verbrechen, die übers Internet stattfinden, ist in Eferding/Grieskirchen stark gestiegen. Foto: Artem Oleshko/shutterstock.com

Wie die Statistik der Polizeidienststelle in Eferding und Grieskirchen zeigt, sind die Einbruchdiebstähle in Wohnhäuser und Wohnungen stark zurückgegangen. Generell sank im vergangenen Jahr die Zahl der Eigentumsdelikte.

Mehr Verbrechen im Internet

Gestiegen sind hingegen – wie der allgemeine Trend in OÖ zeigt – die Betrugsdelikte im Internet sowie Cybercrime-Verbrechen. Laut Bezirkspolizeikommandant Christian Stemmer handelt es sich um „Delikte, wo den Opfern Erbschaften, Geldgeschenke und so weiter versprochen werden. Dazu werden die Opfer zur Zahlung beispielsweise von „Anwaltskosten“ ins Ausland überredet oder den Opfern wird über Social Media/Internet eine Notlage vorgespielt und die Opfer werden zu Zahlungen ins Ausland angehalten.“ Auch Anlagebetrug im Internet durch das Versprechen von „unglaublich“ hohen Renditen beim Investment kämen laut Stemmer immer wieder vor. Dabei werden von den Opfern oft Zahlungen von zigtausend Euro geleistet.

Erpressung im Internet

Laut Stemmer sei auch Erpressung im Internet immer wieder ein Thema, wo den Opfern gedroht wird, kompromittierende Fotos oder Videos, die bei Internet-Chats aufgenommen wurden, zu veröffentlichen.

Anzeigen in der Corona-Krise

Stark gestiegen ist im noch jungen Jahr 2021 die Zahl der Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz. Während im gesamten Jahr 2020 138 Anzeigen ausgesprochen und 58 Organstrafverfügungen vermeldet wurden, gab es 2021 bereits 243 Anzeigen und 79 Organstrafverfügungen wegen Nichteinhaltung der Covid-19-Maßnahmen.

Corona als größte Herausforderung

Die größte Herausforderung für die Ordnungshüter war in den Jahren 2020 und 2021 ganz klar die Corona-Krise. Die Aufgaben zur Bewältigung der Covid-Krise wie Quarantäne-Kontrollen, Kontrollen zur Einhaltung der Covid-Bestimmungen, Personalbereitstellung für Grenzkontrollen und Demo-Einsätze gelten nach wie vor als herausfordernd. Dazu kommt, die Dienstfähigkeit der Exekutivbeamten durch Covid-Hygiene-Schutzmaßnahmen aufrecht erhalten zu können. Derzeit sind 112 Polizisten in den beiden Bezirken im Einsatz, was einen Personalfehlstand von rund zehn Prozent bedeutet.


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